Für Bewegungsfreiheit & selbstbestimmte Entwicklung!

14. April 2018 | Togo: Sofortige Beendigung von Repression, Gewalt,Todesdrohungen und willkürlichen Inhaftierungen!

Protestbrief an das Auswärtige Amt und das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – zum Ausdrucken (Adresse im Brief)

Trotz eines generellen Demonstrationsverbots finden derzeit in Togo wieder landesweite Proteste statt. Die Forderungen sind:politische Freiheit und Demokratisierung, die Wiedereinführung der Verfassungvon 1992 und der Rücktritt von Präsident Faure Gnassingbé.

Wir sind bestürzt über die massive Gewalt von Seiten der Sicherheitskräfte gegen die Demonstrierenden. Afrique-Europe-Interact und Urgence Togo haben daher eine gemeinsame Erklärung verfasst und bitten dringend darum, dass sich viele Menschen unseren Forderungen anschließen und Protestbriefe an das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit verschicken. Und dies im besten Fall per Post, weil das erfahrungsgemäß am meisten wahrgenommen wird.

Wir freuen uns, wenn unsere Protestbrief-Initiative möglichst breit weitergeschickt wird. Die Briefvorlage befindet sich im Anhang als PDF. Außerdem wäre es toll, wenn wir per Mail darüber informiert würden, wer einen Brief losgeschickt hat:info@afrique-europe-interact.net

06. April 2018 | Aufruf von Urgence Togo und Afrique-Europe Interact: Doppeldemo in Berlin (dt. + fr.)

Solidarität mit der Demokratiebewegung in Togo – keine politisch-militärische Zusammenarbeit mit dem togoischen Regime! Kundgebung und Demonstration: Freitag, 6. April 2018 in Berlin: Kundgebung ab 11:00 Uhr: Togoische Botschaft, Grabbeallee 43, 13156 Berlin. Demonstration ab 14 Uhr: Auswärtiges Amt, Werderscher Markt 1, 10117 Berlin

1963 wurde der erste demokratisch gewählte Präsident Togos, Sylvanus Olympio, bei einem Militärputsch ermordet. Seitdem befindet sich das westafrikanische Land durchgehend im eisernen Griff eines einzelnen Familienclans. Daran konnte auch der Umstand nichts ändern, dass es 1992 im Zuge von Massenprotesten zur Einführung einer fortschrittlichen und demokratischen Verfassung gekommen ist – jedenfalls auf dem Blatt Papier. Als 2005 Diktator Gnassingbé Eyadáma starb (im Übrigen ein enger Freund des ehemaligen CSU-Ministerpräsidenten Franz-Joseph-Strauß), erklärte das Militär seinen Sohn Faure Gnassingbé zum neuen Staatspräsidenten. Erst auf internationalen Druck hin trat dieser zurück und machte den Weg für Neuwahlen frei. Doch Faure Gnassingbé verhielt sich genauso skrupellos wie sein Vater: Bei Protesten anlässlich der gefälschten Präsidentschaftswahlen im April 2005 starben mindestens 800 Menschen durch Sicherheitskräfte, 4.000 wurden verletzt, 100.000 mussten in die Nachbarländer Ghana und Benin flüchten – enorme Zahlen für ein Land mit damals ungefähr 5 Millionen Einwohner_innen.

18. Dezember 2017 | Sokodé/Togo: Internationaler Tag der Migrant*innen

Am 18.12.2017 beging die Togoische Vereinigung der Abgeschobenen (ATE) in Sokodé den Internationalen Tag der Migrant*innen. Öffentliche Kundgebungen sind aktuell in Sokodé nicht möglich, seit zur Unterdrückung von Massenprotesten gegen das togoische Regime über die Stadt ein faktischer Ausnahmezustand verhängt wurde. Somit fand auch die Versammlung der ATE in einem Saal und nicht an einem öffentlichen Platz statt.

Brisante Fragen, die die Gemüter bewegen, waren u.a. die Lage von Migrant*innen auf den Migrationsrouten durch die Sahel- und Saharalaender, und im speziellen die schweren systematischen Menschenrechtsverletzungen in Libyen. Das vor dem Hintergrund, dass gerade aus Sokodé sich in den letzten Jahren zahlreiche junge Menschen in diese Richtung auf den Weg gemacht haben. So manche sind auf dem Weg durch die Wüste oder über das Meer zu Tode gekommen, andere sitzen in Libyen in Gefangenenlagern der Milizen fest und fallen dort in die Hände von Sklav*innenhändlern. In dieser zweitgrößten Stadt Togos kommen verschiedene Gründe zusammen, trotz lebensgefährlicher Risiken wegzugehen:

09. Juni 2016 | Protest der ATE gegen Valletta-Plan in Sokode (Togo)

Am 9. Juni 2016 hat die Assoziation der Abgeschobenen Togos in Sokode eine Demonstration durchgeführt, insbesondere um die respressive Abschottungspolitik der EU im Rahmen des Valletta-Plans zu kritisieren. Der Bericht (inklusive einer Deklaration) ist leider nur auf französisch verfügbar.

Rapport de la manifestation du Jeudi 9 Juin 2016 à Sokodé (Togo)

Le jeudi 9 Juin 2016, l’Association Togolaise des Expulsés a organisé une manifestation à Sokodé (Togo). L’objectif de la manifestation était de dénoncer la politique migratoire de l’union européenne en Afrique et surtout le plan d’action de la valette au sommet Afrique Europe en novembre 2015. La population de Sokodé a été sensibilisée sur quatre points :

19. Dezember 2015 | Bilder & Kurzbericht zu Aktionen in Mali und Togo

Im Dezember 2000 hat die UNO den 18.12. zum Internationalen Tag der Migrant_innen erklärt – nachdem bereits am 18.12.1990 die Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Migrant_innen und ihrer Familienangehörigen von der UN-Vollversammlung angenommen wurde. Vor diesem Hintergrund hat das Weltsozialforum für Migration 2010 in Quito (Equador) sowie das Weltsozialforum 2011 in Dakar (Senegal) beschlossen, am 18. Dezember zu einem weltweiten Aktionstag gegen Rassismus und für die Rechte von Migrant_innen, Geflüchteten und Vertriebenen aufzurufen. Seitdem findet jedes Jahr am 18.12. ein solcher Aktionstag (im Rahmen des Internationalen Tags der Migrant_innen) statt. Aktivist_innen von Afrique-Europe-Interact haben sich mit Aktionen in Kita (Mali) und Sokodé (Togo) beteiligt. Hier finden sich lediglich Fotos von den beiden Aktionen, weitere Informationen sind auf dieser Webseite unter der Rubrik 18.12.2015: Aktionen in Mali und Togo dokumentiert.