Für Bewegungsfreiheit & selbstbestimmte Entwicklung!

Zur Orientierung...

Jedes der in der Kategorie “Neokolonialismus – Fokus Westafrika” dokumentierten Themen ist extrem komplex und würde eigentlich eine ganz eigene Rubrik oder gar Webseite erfordern. In diesem Sinne geht es uns an dieser Stelle auch keineswegs darum, die einzelnen Problembereiche und Fragestellungen umfassend zu beleuchten – zumal uns hierfür als ehrenamtlich arbeitendem Netzwerk ohnehin die zeitlichen Ressourcen fehlen würden. Unser Anliegen ist vielmehr, Anregungen für die kritische Auseinandersetzung mit dem bis heute extrem stark von Dominanz, Abhängigkeit und Ausbeutung geprägten sozialen und ökonomischen Beziehungen zwischen Afrika und Europa (aber auch zwischen Afrika und der übrigen Welt) zu geben.

Aktionen gegen neokolonialen Landraub, Internetnavigator, Videoclips und Literatur

Informationen zu den Aktionen unseres Netzwerks gegen neokolonialen Landraub (sowohl in Mali als auch in Europa) finden sich auf dieser Webseite unter der Rubrik Landgrabbing stoppen!

Darüber hinaus möchten wir auf unseren Internetnavigator sowie weitere Hinweise zu Videoclips und Literatur rund um Landraub aufmerksam machen (siehe unten). Ebenfalls wichtig ist, dass in der englischen und französischen Version dieser Webseite zahlreiche Texte, Dokumente und Studien zu Landgrabbing dokumentiert sind.

Dokumente zur Rolle der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) bezüglich Landgrabbing

Im Rahmen unserer Aktivitäten gegen Landgrabbing sind wir unter anderem auf die hochgradig problematisch Rolle gestoßen, die die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) bei Landvertreibungen und anderen Gewaltverhältnissen gegenüber Kleinbauern und Kleinbäuerinnen spielt. Skandalös ist das nicht nur an sich, sondern auch deshalb, weil die DEG-Bank eine hundertprozentige Tochter der bundes- und landeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau ist (KFW) – entsprechend ist die Bundesregierung mit vier Mitgliedern im Aufsichtsrat der DEG vertreten.

Land Grabbing: Der neue Wettlauf um Afrika / E10-Benzin verstärkt Hunger

20-minütige Filmdokumentation bei Kontext-TV

Seit der Nahrungsmittel- und der Finanzkrise 2008 hat weltweit ein Wettlauf um Agrarflächen eingesetzt. Staaten, Unternehmen, Banken und Fonds aus reichen Ländern kaufen großflächig Land auf, um Agrartreibstoffe oder Nahrungsmittel anzubauen – oder einfach um zu spekulieren. Die Folge. Nahrungsmittelpreise schießen in die Höhe, der Hunger nimmt zu. Auch das E10-Benzin trägt zur Ernährungskrise bei, sagt Evelyn Bahn vom Inkota Netzwerk, zu Gast im Berliner Studio bei Kontext TV. Außerdem berichten Umweltaktivist Nnimmo Bassey aus Nigeria, Wangui Mbatia aus Kenia und Ibrahim Coulibaly von La Via Campesina über die konkreten Auswirkungen des Land Grabbings auf Afrika.

Die 20-minütige Sendung kann hier angeguckt werden.

Das große Bauernlegen: Agrarinvestitionen und der Run auf’s Land (Dez. 2010)

Autor: Thomas Fritz

In der Studie wird am Beispiel der Deutschen Bank gezeigt, wie transnationale Investmentsfonds den weltweiten Landraub maßgeblich vorantreiben. Die Studie kann auf der Webseite des Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika runtergeladen werden.

Wie Gold, nur besser

Fette Dividenden aus Afrikas Böden

Von Joan Baxter

Am 18. November 2009 hält Tony Blair im neoimperialen Ambiente des Londoner Queen Elizabeth II. Conference Centre eine Rede vor dem sogenannten Sierra Leone Investment Forum. Zu den Organisatoren der Veranstaltung gehörte die von Blair gegründete African Governance Initiative (AGI), die darauf aus ist, Sierra Leone an potenzielle Investoren zu verkaufen. Der ehemalige britische Premierminister verweist die Interessenten auf die “Millionen Hektar landwirtschaftlich nutzbarer Flächen”, die in Sierra Leone zu haben sind.(1)

Fotoreportage: Landgrabbing im Office du Niger/Mali

Der Journalist Philippe Revelli hat anlässlich einer Via Campesina-Konferenz gegen Landgrabbing in Nyéléni im November 2011 eine beeindruckende Fotoreportage von den Folgen des Landgrabbing im Office du Niger gemacht. Die Bilder können auf seiner Webseite angeguckt werden (verwiesen sei in diesem Zusammenhang auch darauf, dass das auf der Startseite dokumentierte Foto aus dieser Reportage stammt).

Verwiesen sei in diesem Zusammenhang auch auf den Text Der globale Widerstand wächst von Olaf Bernau. Denn dieser Text über den zunehmenden Widerstand bäuerlicher Bewegungen gegen Landgrabbing nimmt seinen Ausgang just von jenen Dörfern, die auch in der Fotoreportage dargestellt werden.

Landnahme bedroht Ernährungssouveränität

Uwe Hoering/Globe Spotting

Juni 2010: Land Grabbing? Vor zwei Jahren wusste mit diesem Ausdruck noch kaum jemand etwas anzufangen. Doch seither ist die neue Landnahme in den Ländern des Südens zu einem zentralen Nord-Süd-Thema avanciert. Sie ist ein weiterer Angriff auf die Ernährungssouveränität – und ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. Zumindest aber hat die Auseinandersetzung um die neue Landnahme auch die Landfrage erneut auf die politische Tagesordnung gebracht. Der Text kann hier runtergeladen werden:

Wenn die Sheanussbäume gerodet sind: Die neue Landnahme aus Genderperspektive

Ute Straub

Aufgrund der unterschiedlichen gesellschaftlichen Voraussetzungen von Männern und Frauen haben die durch die steigende Nachfrage nach Agrarland veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingen auf Männer und Frauen auch unterschiedliche Auswirkungen. Besonders deutlich zeigt sich dies beim Zugang zu Land, bei den Arbeitsbedingungen und bei so genanntem ungenutzten Land.

FIAN Fact Sheet 2010/1 : Land Grabbing (pdf)

Moderne Landnahme und das Recht auf Nahrung

Der Kampf um die Ressource Land hat eine neue Dimension erreicht: Agrarkonzerne, Nationalstaaten und Händler von Anlagefonds suchen vermehrt nach großen Landflächen zum Anbau von Grundnahrungsmitteln, Energiepflanzen oder als Geldanlage. Dieses auch als Land Grabbing bezeichnete Phänomen widerspricht grundlegend einer am Menschenrecht auf Nahrung ausgerichteten Politik.

Tatort Acker

Land Grabbing: Der globale Ausverkauf von Ackerland (November 2010)

4-seitige Aktionszeitung von Miserior und Fian als pdf – Schwerpunkt ist der Zusammenhang zwischen Landraub und Hunger (unter anderem am Beispiel Afrikas).

Weitere Artikel in der englischen Version dieser Webseite!

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass insbesondere in der englischen Version dieser Webseite noch weitere Artikel und Studien zum Thema „Landraub“ zu finden sind.