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Zur Orientierung...

Jedes der in der Kategorie “Neokolonialismus – Fokus Westafrika” dokumentierten Themen ist extrem komplex und würde eigentlich eine ganz eigene Rubrik oder gar Webseite erfordern. In diesem Sinne geht es uns an dieser Stelle auch keineswegs darum, die einzelnen Problembereiche und Fragestellungen umfassend zu beleuchten – zumal uns hierfür als ehrenamtlich arbeitendem Netzwerk ohnehin die zeitlichen Ressourcen fehlen würden. Unser Anliegen ist vielmehr, Anregungen für die kritische Auseinandersetzung mit dem bis heute extrem stark von Dominanz, Abhängigkeit und Ausbeutung geprägten sozialen und ökonomischen Beziehungen zwischen Afrika und Europa (aber auch zwischen Afrika und der übrigen Welt) zu geben.

Internetnavigator: Landwirtschaft & Afrika

Umfangreiche Informationen zu Landwirtschaft & Afrika finden sich im deutschssprachigen Raum unter anderem auf folgenden Webseiten – eigens hervorgehoben seien die Webseiten Globe Spotting und welt-ernaerung:

Globe Spotting
welt-ernaehrung
agrardebatte zu Welternährung und globaler Landwirtschaft
Fian – mit Menschenrechten gegen den Hunger

Träume von einer grünen OPEC

Blumen, Obst und Treibstoff. Afrikas Bauern sind als Kunden im globalen Supermarkt gefragt

Uwe Hoering/Globe Spotting

„Jetzt ist Afrika an der Reihe“ – mit dieser Ankündigung startete die Bill Gates-Stiftung im September 2006 ihre „Allianz für eine Grüne Revolution“. Als Partner empfahl sich die Rockefeller-Stiftung, die zu Hochzeiten des Kalten Krieges durch die Modernisierung der Landwirtschaft der drohenden „Roten Revolution“ in Asien und Lateinamerika die Basis entziehen wollte. Als Startkapital spendete Gates 100 Millionen US-Dollar, Rockefeller steuerte weitere 50 Millionen bei.

Kleinbäuerliche Landwirtschaft unter dem Druck des kapitalistischen Weltmarkts (2008)

Uwe Hoering/Globe Spotting

Die Zeichen für die Rückkehr der Agrarfrage auf die politische Agenda haben sich in den vergangenen Jahren gehäuft: Zahllose Strategie- und Politikpapiere internationaler Entwicklungs- und Finanzorganisationen Konferenzen und Tagungen und nicht zuletzt die spekulativen Preissteigerungen für Grundnahrungsmittel und die Proteste in vielen Ländern haben die zentrale Rolle der Landwirtschaft für Entwicklung, Ernährung und Gerechtigkeit wieder in den Vordergrund der Diskussion gerückt. Ein kurzer Überblick zeigt aber auch, dass die Interessen und Motive der unterschiedlichen Akteure sehr verschieden und in wesentlichen Punkten gegensätzlich sind.

Agrarkolonialismus: Die Politik von EU und USA gegenüber Afrika

Uwe Hoering/Globe Spotting

Die spekulativen Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln wie Mais und Reis haben die öffentliche Aufmerksamkeit wieder auf die Landwirtschaft gelenkt. Forderungen nach einer neuen Agrarpolitik, einer produktiveren Landwirtschaft und massiven Investitionen machen die Runde. Wie aber kann eine zukunftsfähige Landwirtschaft, etwa in Afrika, aussehen?

Soziales Desaster

Globales Agrarsystem zwischen kleinbäuerlicher Landwirtschaft und Agrobusiness

Olaf Bernau

Als zu Beginn des Jahres die weltweiten Lebensmittelpreise explodierten und in etlichen Ländern des globalen Südens Hungerrevolten ausbrachen, reagierte nicht nur die europäische Öffentlichkeit perplex. Ausschlaggebend dürfte zum einen das von der Weltbank kolportierte Schreckensszenario gewesen sein, wonach in mindestens 30 Ländern Hungersnöte drohten, unter ihnen vermeintliche Brutstätten des Terrorismus wie Ägypten oder Pakistan. Zum anderen die Erkenntnis, dass die aktuelle Lebensmittelkrise auf grundsätzliche Schieflagen verweist, unter anderem solche, welche eng mit der Klimaproblematik verzahnt sind.