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2005 - 2018 | Diverse Artikel zu den Kämpfen gegen Diktatur und für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte in Togo

Seit über 50 Jahren befindet sich Togo fest im Griff des gleichen Familienclans. Auch wenn der seit 2006 herrschende Präsident Faure Gnassingbé (Eyadéma) auf der Oberfläche gewisse Korrekturen vorgenommen hat, bleibt Togo im Kern eine Diktatur, in der Oppositionelle jederzeit damit rechnen müssen, inhaftiert, gefoltert oder ermordet zu werden. Hierauf weist nicht nur der aktuelle Bericht von Amnesty International zur Lage der Menschenrechte in Togo hin (Berichtsjahr 2016), sondern auch die diversen Videos zu den aktuellen Massenprotesten und zur Polizeigewalt, die wir ebenfalls auf dieser Webseite dokumentiert haben. Zentraler Haken: Die meisten Menschen in Deutschland wissen hiervon wenig oder nichts. Vielmehr hält sich hierzulande hartnäckig der Mythos der so genannten Musterkolonie Togo, der sich einzig dem Umstand verdankt, dass die deutsche Kolonie Togo (die nach dem Ersten Weltkrieg unter französische Herrschaft geraten ist) profitabel gearbeitet hat. Vor diesem Hintergrund finden sich in dieser Rubrik verschiedene, überwiegend aktuelle Zeitungsartikel, die über die Ursachen der aktuellen Proteste in Togo berichten – und das natürlich auch deshalb, um der von der Bundesregierung (genauso wie von der EU) regelmäßig aufgestellten Behauptung entgegenzutreten, wonach sich Togo auf dem Weg zur Demokratisierung befinden würde.

Keine Besserung in Togo: Der Diktator ist tot, doch die Diktatur geht weiter

Es gibt nur noch wenige Diktatoren auf dieser Welt, die seit mehr als dreißig Jahren regieren. Speziell von der Sorte, die in jeder Hinsicht einen üblen, korrupten Despoten darstellt, die eigene Bevölkerung skrupellos unterdrückt und ausnimmt. Gnassingbé Eyadéma war so einer, er herrschte 38 Jahre lang mit eiserner Faust über Togo, bis er am 5. Februar im Alter von 69 Jahren an einem Herzleiden starb.

Quelle: Telepolis, 12.03.2005, von Andrea Naica-Loebell, Artikel lesen

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Deutschland und Togo: Von der Kolonialmacht zum beliebten Investor

Erst vor kurzem hat sich das Verhältnis zwischen Deutschland und Togo nach langer Eiszeit wieder normalisiert. Nun erhoffen sich Politiker und Unternehmer einen “Frühling der Zusammenarbeit”. Die Vorzeichen stehen gut.

Quelle: Deutsche Welle, 01.04.2016, von Jan Philipp Wilhelm: Artikel lesen

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Jahresbericht 2016 zu Togo von Amnesty International

Die Sicherheitskräfte wandten auch 2016 exzessive Gewalt gegen Demonstrierende an. Nach wie vor kam es zu willkürlichen Festnahmen und Inhaftierungen sowie zu Folter und anderen Misshandlungen, und die Straflosigkeit für Menschenrechtsverletzungen bestand fort. Eine Änderung des Strafrechts wurde verabschiedet, mit der die Verjährungsfrist für Folter abgeschafft wurde. Andere gesetzliche Entwicklungen untergruben jedoch die Unabhängigkeit der Nationalen Menschenrechtskommission und das Recht auf Vereinigungsfreiheit.

Quelle: Webseite Amnesty International, 2017: Bericht lesen

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Togo: Präsident Gnassingbé unter Druck

Im westafrikanischen Togo fordern Demonstranten den Abtritt von Präsident Faure Gnassingbé. Die Opposition ist zuversichtlich, einen Regierungswechsel erzwingen zu können. Doch wird der Präsident freiwillig gehen?

Quelle: Deutsche Welle, 07.09.2017, von Martina Schwikowski: Artikel lesen

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Afrikas Jugend begehrt auf

Die Jugend demonstriert in der Hauptstadt Lome, sie will dort wie andernorts autokratischen Machthabern beim Ausbau ihrer Macht Schranken setzen.

Quelle: taz, 10.09.2017, von Dominic Johnson: Artikel lesen

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Gegen die Dynastie

In protestieren Opposition und Zivilgesellschaft für ein Ende der Amtszeit von Präsident Faure Gnassingbé. Die Regierung hält mit Zuckerbrot und Peitsche dagegen

Quelle: taz, 16.10.2017, von Katrin Gänsler: Artikel lesen

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Proteste gegen Regierung in Togo. Auf in den Straßenkampf

Bei Protesten gegen Togos Regierung sind wieder Menschen getötet worden. Ein Aktivist erklärt, was die Menschen auf die Straße treibt.

Quelle: taz, 20.10.2017, von Katrin Gänsler: Artikel lesen

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Proteste in Togo gegen das autoritäre Regime

50 Jahre und kein Ende. In Togo monopolisiert ein Familienclan seit 50 Jahren die Macht. Nun häufen sich die Proteste.

Quelle: jungle world, 26.10.2017, von Bernhard Schmid: Artikel lesen

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Togos Demokratiebewegung bläst zu einem neuen Anlauf zum Regimewechsel

Monatelange Massenproteste vergangenes Jahr brachten Präsident Gnassingbé nicht ernsthaft in Bedrängnis. Also versucht die Opposition es jetzt erneut. Aber manche ihrer Führer schauen lieber auf die nächsten Wahlen – obwohl die erst in zwei Jahren sind

Quelle: taz, 11.01.2018, von Katrin Gänsler: Artikel lesen

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In der Hand des Familienclans

Ende August letzten Jahres gingen in den vier großen Städten Togos Hunderttausende Demonstranten auf die Straße. Die Proteste setzten sich in den folgenden Monaten im ganzen Land fort. Am 13. Januar demonstrierten zum Jahrestag der Machtergreifung der Familie Gnassingbé wieder einmal mehr als eine Million Menschen in der Hauptstadt Lomé. Die Demonstranten fordern die Rückkehr zur Verfassung von 1992 und die Absetzung des diktatorisch regierenden Präsidenten Faure Gnassingbé sowie das Wahlrecht für die im Ausland lebenden Togolesen und Togolesinnen. In den vergangenen Jahrzehnten konzentrierten sich Proteste vornehmlich auf Lomé im Süden des Landes.

Quelle: Weser-Kurier, 03.02.2018, von Gerald Wessel: Artikel lesen