Für Bewegungsfreiheit & selbstbestimmte Entwicklung!

09. November 2015 | Afrikanisch-Europäischer Migrationsgipfel: Offener Brief an Afrikanische Regierungen

Anlässlich des Afrikanisch-Europäischen Migrationsgipfels am 11./12. November 2015 in Valletta – der Hauptstadt Maltas – hat Afrique-Europe-Interact einen offenen Brief verfasst, der sich in erster Linie an die Afrikanischen Regierungen wendet. Der Brief kann weiter unten auch als PDF runtergeladen werden.

Offener Brief anlässlich des Afrikanisch-Europäischen Gipfels zu Migration in Valletta, Malta (11.11.-12.11.2015)

Sehr geehrte Botschafterinnen und Botschafter,
sehr geehrte MedienvertreterInnen,
sehr geehrte Damen und Herren,

dieser Brief richtet sich an die in Deutschland vertretenen Botschafterinnen und Botschafter jener afrikanischen Länder, die beim Afrikanisch-Europäischen Gipfel zu Migration in Valletta vertreten sein werden. Darüber hinaus möchten wir auch die europäische Öffentlichkeit und somit die europäische Politik adressieren. Denn als transnationales Netzwerk mit Mitgliedsgruppen in mehreren afrikanischen und europäischen Ländern befürchten wir, dass die Europäische Union in Valletta versuchen wird, ihre eigenen Interessen einmal mehr rücksichtlos durchzusetzen – auch unter Rückgriff auf ihre schiere ökonomische Überlegenheit.

10. September 2015 | Open Letter to those who are governing Western countries (by Emmanuel Mbolela)

Unser Mitstreiter Emmanuel Mbolela hat mit einem offenen Brief an die Regierenden der westlichen Welt auf die sich nunmehr auch in Europa selbst zuspitzende Flüchtlingskrise (September 2015) reagiert. Der Brief liegt bislang auf englisch und französisch (siehe unten) vor.

Dear governors of the western world,

In front of the chaotic and dramatic situation of the Syrian refugees which we bear witness to today, which adds up to many more, in particular those refugees fleeing African countries, and in front of which you have kept remarkably silent and complicit, which have now caught up with you, but which you feign to discover with the terrible images of the drowned baby Aylan (may his soul rest in peace), broadcasted these days by your countries’ tv channel, I make it my citizen’s duty to send you this letter. For me it is a way to express my solidarity and compassion for the Syrian refugees, as I have always done with other migrants and refugees from Africa, and as others have done with me when I was, together with fellow African refugees in the same situation of flight.Furthermore, I would like to express to you my indignation towards this situation which of course is a result, for one thing, of your domination politics, which you never cease to produce, day and night, in your laboratories, and for the rest, of the cynical, inhuman, and drastic so-called border-control measures which you have introduced.

05. November 2014 | Afrique-Europe-Interact Erklärung zur Ebola-Epidemie

Vorbemerkung: Auf der Grundlage einer gemeinsamen Debatte innerhalb der europäischen Sektion von Afrique-Europe-Interact haben der Filmemachter Richard Djimelie F. und der Schriftsteller Rodrigue Péguy Takou Ndie die folgende Deklaration verfasst. Beide kommen aus dem Kamerun und leben als Asylbewerber in Brandenburg.

Als der belgische Arzt Peter Piot vom Institut für Tropenmedizin Antwerpen im September 1976 das Ebola-Virus entdeckte, war man weit davon entfernt, an die Entstehung eines Übels zu denken, das 38 Jahre später die ganze Welt in Schrecken versetzt. Worum es uns heute geht, und dies ist Gegenstand dieser Erklärung, ist die Betrachtung des Umgangs mit dieser Epidemie aus einer rein sozio-politischen Perspektive.

04. August 2014 | Mare Nostrum: Widerstand von unten zwingt Europa zur Rettung

4. August 2014: An der Erarbeitung des vorliegenden Textes haben sich auch Aktive aus dem Netzwerk Afrique-Europe-Interact beteiligt

Mit folgendem Text wollen wir – Aktive aus unterschiedlichen migrations- und fluchtbezogenen Netzwerken – einige Überlegungen zur italienischen Marineoperation Mare Nostrum und somit zur aktuellen Situation im zentralen Mittelmeer zur Debatte stellen. Denn dort wurde in den vergangenen Monaten im Zusammenwirken von hartnäckig die Überfahrt wagenden Boatpeople sowie öffentlicher Kritik das EU-Migrationsregime in die Defensive gedrängt. Die Rettung jeder einzelnen Person – und das vieltausendfach – ist eine großartige Nachricht, die zudem einen Blick in die Zukunft ermöglicht: das Ende des Massengrabs im Mittelmeer.

23. November 2013 | Aufruf zu einem Schritt gegen Gewalt gegen Frauen: keine Lager für Frauen!

25.11.2013, 11 Uhr: Kundgebung vor dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Glinkastraße 24, 10117 Berlin, U-Bahnhof Französische Straße

Women in Exile and Friends haben den “Aufruf zu einem Schritt gegen Gewalt gegen Frauen: Keine Lager für Frauen!” initiiert, der von vielen Organisationen als Erstunterzeichner_innen unterstützt wird. Wir fordern die Abschaffung der Lager für Flüchtlinge und insbesondere die Unterbringung von asylsuchenden Frauen in Wohnungen. Am 25.11.2013, dem internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen, übergeben wir den Apell und die Liste der Unterzeichner/innen dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und tragen mit einer Kundgebung vor dem Ministerium unsere Forderungen lautstark in die Öffentlichkeit.

05. November 2012 | Welches Schicksal für die Flüchtlinge nach der Schließung des Lagers Choucha?

Erstunterzeichner: Forum für politische und soziale Rechte/Tunesien, Réseau Euro-Méditerranéen des Droits de l'Homme (REMDH), Réseau Afrique-Europe Interact (AEI), Forschungsgesellschaft Flucht und Migration (FFM – Allemagne)

Nach Aussagen des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) wird das Flüchtlingslager Choucha, das zu Beginn des Jahres 2011 an der tunesisch-libyschen Grenze eröffnet wurde, demnächst geschlossen. Dies soll geschehen, obwohl noch mehr als 2000 Personen in dem Lager leben, mit oder ohne Flüchtlingsstatus.

23. Oktober 2012 | Transnationale Deklaration

Für die Freilassung des Koordinators des CMSM und das Ende der Repression gegen Mitglieder der MigrantInnenorganisationen in Marokko

Die unterzeichnenden Organisationen fordern die Freilassung des Koordinators des Rates der subsaharischen MigrantInnen in Marokko und die Einstellung des Verfahrens gegen ihn. Sie prangern die Repression an, die sich seit einigen Tagen gegen die Verantwortlichen von MigrantInnenorganisationen in Marokko richtet.

31. August 2012 | Erklärung der europäischen Sektion von Afrique-Europe-Interact

Solidarität mit dem Widerstand gegen das Regime und mit den sozialen Bewegungen in Togo! Schluss mit der staatlichen Repression!

Wir, die europäische Sektion des transnationalen Netzwerks „Afrique Europe Interact“, erklären hiermit unsere Solidarität mit allen, die in Togo auf die Straße gehen und streiken, um Menschenrechte und demokratische Rechte einzufordern und ihren Protest gegen die Wahlgesetzänderung im Dienste des herrschenden Regimes, gegen staatliche Unterdrückung und gegen die Not und soziale Ungerechtigkeit zu zeigen.

17. Juni 2012 | Europäische Sektion von Afrique-Europe-Interact zu den Festnahmen von MigrantInnen in Marokko

Übersetzung aus dem Französischen:

Laut Informationen aus Marokko finden zur Zeit massenhaft Festnahmen und Abschiebungen von MigrantInnen an die marokkanisch-algerische Grenze statt. Diese Festnahmen und Rückschiebungen, deren Opfer MigrantInnen aus Subsahara-Afrika in Marokko sind, haben psychische und physische Folgen für die Betroffenen. Sie verletzen das „Gesetz 02-03“ hinsichtlich der Einreise von AusländerInnen nach Marokko sowie internationale Abkommen, die Marokko unterzeichnet hat, insbesondere die „Konvention über die Rechte von Wanderarbeitern und ihre Familien“ und die „Genfer Flüchtlingskonvention“ von 1959.

9. April 2012 | Solidarität mit den sozialen Bewegungen in Mali!

Erklärung von Afrique-Europe-Interact/Europäische Sektion zu den Ereignissen nach dem Putsch am 21.03.

In Folge des Krieges im Norden von Mali hat am 22. März 2012 eine Gruppe von Offizieren den malischen Präsidenten Amadou Toumani Touré durch einen Putsch gestürzt. Die Staatschefs der Westafrikanischen Wirtschaftsunion CEDEAO, insbesondere der mit Frankreich eng verbündete ivorische Präsident und Ex-Weltbankfunktionär Alassane Ouattara, reagierten mit massivem Druck: Sie drohten, unterstützt von Frankreich, mit militärischer Gewalt und verabschiedeten ein Wirtschaftsembargo, durch das die Menschen in Mali von lebenswichtiger Versorgung abgeschnitten wurden.

5. Dezember 2011 | 15. Geburtstag der Assoziation der Abgeschobenen Malis (AME)

Glückwünsche der europäischen Sektion von Afrique-Europe-Interact

Zahlreiche Artikel zu Migration und Mali sowie zur Arbeit der AME können auf unserer Webseite unter der Kategorie Afrika & Migration nachgelesen werden

Das transnationale Netzwerk Afrique-Europe-Interact wird bislang von ganz verschiedenen Organisationen aus Mali, Deutschland, Österreich und den Niederlanden getragen – beteiligt sind zudem sind mehrere Gruppen bzw. Einzelpersonen aus Burkina Faso, Senegal, Togo, Kamerun und dem Kongo. Dennoch möchten wir anlässlich des 15. Geburtstags der „Assoziation der Abgeschobenen Malis“ (AME) in Erinnerung rufen, dass es unser Netzwerk ohne die Freunde und Freundinnen von der AME gar nicht geben würde.

Das Manifest für ein Europa der Humanität und Solidarität

Sechs Einsprüche gegen das Grenzregime

Das Manifest kann hier online unterzeichnet werden:

I. Das Mittelmeer wird zum Massengrab der namenlosen Flüchtlinge. Die Zahl der Ertrunkenen steigt. Die EU verschließt den Schutzsuchenden aus Nordafrika den Zugang, überlässt sie in unwirtlichen Wüstenlagern entlang der tunesisch-libyschen Grenze sich selbst. Allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres sind 1674 Flüchtlinge im Kanal von Sizilien ertrunken. Berichte über unterlassene Hilfeleistung durch Militärverbände oder kommerzielle Schiffe mehren sich. Das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer verschärft sich – und Europa schaut zu. Menschen, die ihnen in Seenot helfen, werden angeklagt.

Freiheit statt Frontex

Keine Demokratie ohne globale Bewegungsfreiheit