August 2016 | Rasthaus-Newsletter Nr. 4

1. Vorbemerkung

Emmanuel Mbolela, der in den Niederlanden lebt und zum Koordinationskreis des Rasthauses gehört, ist erst kürzlich von einem zweiwöchigen Aufenthalt in Marokko zurückgekommen (wo er selber jahrelang festgesessen ist). Vor diesem Hintergrund konnte Emmanuel Mitte Juli bei einem Treffen der europäischen Sektion von Afrique-Europe-Interact ganz frisch von der aktuellen Situation der Geflüchteten und Migrant_innen in Marokko berichten. Entsprechend verdankt sich unser neuer Newsletter in erster Linie dem Bericht von Emmanuel, wozu auch ein Interview gehört, das dieser mit einer derzeit im Rasthaus lebenden Bewohnerin geführt hat.

2. Zur aktuellen Situation der Geflüchteten und Migrant_innen in Marokko

In Marokko wird seit kurzem ein neues Gesetz angewandt, obwohl es formell noch gar nicht verabschiedet ist (Stand: Juli 2016): Danach darf in Marokko nicht mehr gebettelt werden – und das, obwohl viele Geflüchtete und Migrant_innen aufgrund fehlender Arbeitsmöglichkeiten oftmals keine andere Wahl haben, als zu betteln.

Februar 2016 | Rasthaus-Newsletter Nr. 3

Aktionen am Gedenktag wegen der Ereignisse in Ceuta am 6. Februar 2014

Am 6. Februar fand in Rabat eine Gedenkveranstaltung wegen der Ereignisse in Ceuta vor zwei Jahren statt. Damals waren mindestens 15 Migranten, die versucht hatten, die spanische Enklave schwimmend zu erreichen, ertrunken, nachdem die Guardia Civil mit Gummigeschossen und Tränengas auf sie geschossen hatte (wir berichteten im letzten Newsletter darüber). An der Gedenkveranstaltung haben mindestens 300 Menschen teilgenommen. Unsere Delegation von AEI ist vor Beginn der Veranstaltung zu einer Gruppe obdachloser Migranten, die unter einer Eisenbahnbrücke in extrem prekären Verhältnissen leben gefahren, um ihnen von der Aktion zu erzählen. Es gelang uns, mehr als 20 Migranten zu mobilisieren, die dann mit uns zum Veranstaltungsort gefahren sind. Die Aktion begann mit einem Treffen in einem Saal im Stadtteil Agdal. Dort hielten zahlreiche aus Subsahara-Ländern Geflüchtete Reden. Schon hier wurde deutlich, wie emotional aufgeladen die Stimmung war. Vor der spanischen Botschaft sollte dann ein sit in stattfinden. Doch die Menge war derart aufgebracht und wütend, dass von einem sit in nicht die Rede sein konnte.

November 2015 | Rasthaus-Newsletter Nr. 2

Dieser Newsletter wurde von zwei Unterstützerinnen des Rasthauses auf Grundlage eines aktuelles Berichts von Emmanuel Mbolela verfasst.

1. Aktueller Stand

Vom 30.10. bis 01.11.15 fand in Berlin das turnusgemäße Treffen der europäischen Sektion von afrique-europe-interact statt. Unter anderem wurde dort auch ein Workshop zur aktuellen Situation des Rasthauses und einer möglichen Weiterentwicklung durchgeführt. Hier seien in aller Kürze die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

Emmanuel Mbolela, der in regelmäßigem Austausch mit Astrid, der Leiterin des Rasthauses, steht, berichtete, dass das Rasthaus überbelegt sei. An dieser Stelle sei bereits auf eine ganz besonders positive Entwicklung hingewiesen: Das Rasthaus existiert als Wohnung in einem Mietshaus in Rabat. In diesem Haus wird in Kürze eine weitere Wohnung frei. Zur Zeit laufen Verhandlungen mit der Vermieterin, auch diese Wohnung an afrique-europe-interact zu vermieten. Da sowohl die personellen wie auch die finanziellen Ressourcen gewährleistet sind, soll – falls die Vermieterin einverstanden ist – in Kürze diese zweite Wohnung angemietet werden. Finanziell ist die Erweiterung des Projekts zunächst abgesichert, da Medico International zugesagt hat, das Rasthaus für ein Jahr zu unterstützen.

August 2015 | Rasthaus-Newsletter Nr. 1

Liebe Förderer und Interessierte des Rasthauses in Rabat!

Im Februar dieses Jahres wurde in Rabat eine Wohnung für Frauen und deren Kinder angemietet. Die Wohnung bietet Platz für mindestens sechs Frauen. Genaueres ist in der Broschüre zum Rasthaus beschrieben, die über Afrique-Europe-Interact erhältlich ist (nolagerbremen@yahoo.de). Heute erhalten Sie einen „Newsletter“, mit einem aktuellen Bericht über die Situation im Rasthaus. Geschrieben hat den Bericht Astrid Mukdendi, eine Kongolesin, die eine der ersten selbstorganisierten Flüchtlingsorganisationen in Marokko gegründet hat. Sie leitet das Rasthaus: