Für Bewegungsfreiheit & selbstbestimmte Entwicklung!

01. Dezember 2015 | Erste Präsidentschaftswahlen nach Revolution

Die Wahl in der westafrikanischen Republik Burkina Faso hat der ehemalige Ministerpräsident Roch Marc Christian Kaboré gewonnen. Wie die Wahlkommission am Montagabend in Ouagadougou mitteilte, erreichte Kaboré bereits im ersten Wahldurchgang mit 53,5 Prozent die absolute Mehrheit. Der 58-Jährige ist ein langjähriger Weggefährte des gestürzten Staatschefs Blaise Compaoré, doch war er zuletzt in Opposition zu Compaoré gegangen. taz-Artikel lesen

19. November 2015 | Das Feuerzeug als Symbol der Lüge (Gedenkdemonstration)

Nicht zuletzt durch den ARD-Krimi “Tatort” am 11.10.2015 dürfte sich auch in der breiten Öffentlichkeit mittlerweile die Erkenntnis durchgesetzt haben, dass der am 07.01.2005 in einer Polizeizelle in Dessau verbrannte Asylbewerber Oury Jalloh das Feuer nicht selber gelegt haben kann (wie Staatsanwaltschaft, Gerichte und Polizei seit 11 Jahren unverdrossen behaupten). Um so wichtiger ist, dass am 07.01.2016 wie jedes Jahr eine Gedenkdemonstration in Dessau stattfinden wird (14 Uhr, HBF). Weitere Infos

5. November 2015 | „Hot Spot“ Lesbos: »Ein Ort der Schande« (Pro Asyl)

Die EU möchte im Norden des Niger ein Auffanglager einrichten. Dass solche Hotspots geradezu zwangsläufig in einem Desaster enden (einfach deshalb, weil Flucht und Migration nicht umstandslos aufgehalten oder kontrolliert werden können), ist derzeit auf der griechischen Insel Lesbos zu sehen. Afrique-Europe-Interact hat daher in einem offenen Brief anlässlich des EU-Afrika-Gipfels auf Malta (s.o.) die Afrikanischen Regierungschefs ausdrücklich aufgefordert, der Einrichtung solcher Lager nicht zuzustimmen. Pro Asyl-Bericht lesen

2. November 2015 | Zuckerbrot und Wegschauen (Süddeutsche Zeitung)

Kommende Woche treffen sich Vertreter der EU mit Vertretern von 35 afrikanischen Staaten auf Malta, um in der Flüchtlingskrise zu beraten. Die einzige Frage dort wird lauten: Wie die Migration gen Norden eindämmen? In Ländern wie Eritrea und dem Sudan sind die Regierungen selbst allerdings die Hauptfluchtursache – der EU bleibt daher nur das Zuckerbrot. Artikel lesen

01. November 2015 | Endstation Agadez (taz-Artikel)

Die nigrische Stadt Agadez liegt auf der Transitstrecke für Migranten. Die einen wollen nach Europa, die anderen zurück in ihre Heimat. Doch jetzt hat sich die Situation grundlegend geändert, seit der Nigrische Staat auf (erpresserisches) Geheiß der Europäische Union begonnen hat, Schlepper zu kriminalisieren. taz-Artikel lesen

27. Oktober 2015 | Pressekonferenz mit internationalen Gutachtern

Die Initiative in Gedanken an Oury Jalloh hat am 27.10.2015 in einer bewegenden Pressekonferenz in Anwesenheit internationaler Gutachter und Experten einmal mehr dargelegt, weshalb der in einer Desssauer Polizeizelle am 7. Januar 2005 verbrannte Asylbewerber Oury Jalloh aus Sierra Leona das Feuer nicht selbst gelegt haben kann. Ein youtube-Video der gesamten Pressekonferenz sowie eine Zusammenstellung der wichtigsten Medienberichte finden sich auf der Webseite der Initiative. Verwiesen sei zudem auf eine äußerst interessante 10-seitige Stellungnahme der Rechtsanwältin Gabriele Heinecke. Webseite der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

10. Oktober 2015 | Burkina Faso zwischen Revolte und Wahl (Symposium: 16.10.2015)

Fast genau ein Jahr nach dem beeindruckenden Volksaufstand in Burkina Faso, der innerhalb weniger Tage die 27 Jahre währende Diktatur von Blaise Compaoré und seinem Regime beendete, hat AfricAvenir einige der Protagonist_innen der Revolte nach Berlin einladen können. Das Symposium findet am 16.10.2015 in Berlin in der Volksbühne statt, unter anderem wird dort der Film “Revolution mit bloßen Händen – Der Werdegang eines Volkes“ zu sehen sein, den Moussa Ouedraogo und Hans-Georg „Ebs“ Eberl von Afrique-Europe-Interact gedreht haben. Ganzes Programm

08. Oktober 2015 | Abschiebungen nach Eritrea durch FRONTEX geplant

Laut geheimer Dokumente, die an die “The Times” durchgesickert sind, plant die EU mithilfe von FRONTEX die Abschiebung hunderttausender Geflüchteter. Es solle ein spezielles “Rückführungsbüro” innerhalb der Struktur von FRONTEX entstehen, dass sich dann nur noch mit Abschiebungen beschäftigt. Wie die Zusammenhänge mit den sogenannten “hot-spots” in Italien und Griechenland sind ist noch unklar. Vor allem geht es bei den Rückführungen um eine enge Zusammenarbeit mit Eritrea und Niger. Artikel (englischsprachig) lesen

07. Oktober 2015 | Allianz der Heuchler (taz-Kommentar von Ilija Trojanow)

“Verzeihung, ihr öffentlichen Heuchler, aber ein Geschäftsmann, der in Landgrabbing investiert, oder ein Shell-Manager, der in der Arktis drillen lässt, ist genauso ein Verbrecher wie ein Schlepper, der gegenwärtig das Böse schlechthin darstellt. Sie alle akzeptieren für ein wenig Profit das Leiden oder gar Sterben von Menschen und die schweren Schäden an der Gesellschaft. Was ist der moralische Unterschied zwischen dem Inhaber einer Textilfabrik, der den Tod seiner Arbeiterinnen in Kauf nimmt, und einem Schlepper, der den Tod der Flüchtlinge in Kauf nimmt?” taz-Kommentar lesen

17.09.2015 | Aufruf zur Solidarität mit dem Volk von Burkina Faso (Pressemitteilung)

Von AfricAvenir International e.V. und Arbeitskreis Panafrikanismus München: Mit Entsetzen müssen wir mitansehen, wie die legitime Übergangsregierung Burkina Fasos in Geiselhaft genommen und schließlich von einer international bekannten Verbrecherbande abgesetzt und abgelöst wird.Die burkinische Präsidentengarde RSP, 1.300 bis an die Zähne bewaffnete Militärs, greift in die demokratischen Bestrebungen eines Landes ein, dessen Volk vor fast genau einem Jahr mit bloßen Händen einen Diktator aus dem Amt gejagt und seine Integrität und Menschenwürde mühsam wiedergewonnen und behauptet hatte. Das kann nicht toleriert werden. Pressemitteilung lesen

28. August 2015 | Filmreihe "African Diaspora Cinema"(17.-27.09. in Köln)

Das FilmInitiativ Köln e.V. zeigt im September 42 Filme von RegisseurInnen afrikanischer Herkunft aus fünf Kontinenten, zudem sind 28 Gäste eingeladen, um mit dem Publikum darüber zu diskutieren. Dazu gehören schwarze Filmschaffende und AktivistInnen aus den USA, Jamaika, Israel, Italien, den Niederlanden, Frankreich und Deutschland. Eine filmhistorische Auftaktveranstaltung mit zwei frühen Klassikern des afrikanischen Kinos (“Afrique sur Seine” von Paulin Vieyra von 1955 und “La Noir de…” von Ousmane Sembène aus dem Jahr 1966) gibt es bereits am 9. September im Institut français. Die Filmfreihe wird von Afrique-Europe-Interact unterstützt – das Programmheft als PDF

20. August 2015 | „Ihre Fabriken verursachen Flucht“ (taz-Interview)

“Gäbe es in meinem Land keine Waffen, könnte ich die Politik als Oppositioneller herausfordern. So kann ich das nicht. Die Waffenproduzenten stützen korrupte Regime und damit Ausbeutung und Ausplünderung, das hat in Nigeria eine lange Geschichte. […] Unsere Botschaft ist: Wer Instrumente der Gewalt produziert oder die Wirtschaft eines Landes ausbeutet, erntet Flüchtlinge. Das werden wir auf unser Front-Transparent schreiben.” Intervew mit Rex Osa von The Voice Refugee Forum

20. August 2015 | Jetzt abstimmen für das Watch the Med Alarmphone

Jedes Jahr vergibt die Tageszeitung taz den sogenannten Panter Preis „für Menschen, die sich mit großem persönlichen Einsatz für andere starkmachen und mutig Missstände aufdecken. Wir freuen uns dass das von Afrique-Europe-Interact mitgegründete Alarm Phone dieses Jahr zu den sechs Nomminierten gehört. JedeR kann sich an der Wahl beteiligten – bitte hier abestimmen

18. August 2015 | Kamerun: Nachhaltigkeit durch Permakultur

Der Kameruner Joshua Konkankoh hat eine Vision. Er will beweisen, dass nachhaltige Anbaumethoden sehr wohl für Ernährungssicherheit sorgen können. Mit diesem Ziel vor Augen gab er seine Arbeitsstelle bei der Regierung auf, wurde Bauer und gründete 'Better World Cameroon'. Die Initiative gründete mit Ndanifor das erste Ökodorf Kameruns. Weiter lesen auf afrika-info

18. August 2015 | MigrantInnen in Marokko unter massivem Druck

Nachdem die marokkanischen Behörden bereits im Februar in Nador und im Juli in Tanger die Unterkünfte papierloser MigrantInnen zerstört und Massendeportationen in den Süden Marokkos durchgeführt haben, sehen sich nunmehr hunderte Papierlose in Oujda unmittelbar an der algerisch-marokkanischen Grenze massiver Polizeirepression ausgesetzt. Bericht von Noborder Marokko lesen

13. August 2015 | Erneute Anschläge durch Islamisten (jungle world)

Knapp zwei Monate nach dem Friedensabkommen vom 20.Juni 2015, das damals feierlich in der Hauptstadt Bamako unterzeichnet wurde und die Vereinbarung von Algier vom 15.Mai bestätigte, kommt Mali nicht zur Ruhe. Man wusste, dass das Abkommen zwar die Tuareg-Rebellenverbände einbinden konnte, aber nicht die jihadistischen Milizen und Organisationen, die zwischen Kooperation mit jenen und ihrer Bekämpfung wechseln. Bericht von Bernard Schmid lesen

7. August 2015 | 5. Panafrikanismus Kongress in München (10. & 11. Oktober)

Unten dem Motto “Reclaiming African and Diasporean Voices!” findet zum fünften Mal in München der Panafrikanismus Kongress statt. Das Motto des diesjährigen Kongresses bezieht sich auf die Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2015 bis 2025 proklamiert wurde und die Situation von Schwarzen Menschen weltweit in den Fokus rückt. Gesamtes Programm lesen

23. Juli 2015 | Strukturanpassung in Afrika (taz-Kommentar)

Seit fünf Jahren wird drastisch gespart, die Wirtschaftslage ist desaströs. Die Armut nimmt zu, fast die Hälfte der Bevölkerung ist arbeitslos. Das erhoffte Wachstum stellt sich nicht ein, die Schulden steigen ins Unermessliche. Die Menschen sind frustriert. Griechenland 2015? Nein, Simbabwe 1996, nach fünf Jahren „Strukturanpassung“. taz-Kommentar lesen

20. Juli 2015 | Zur aktuellen Situation an den EU-Außengrenzen & Termine

Der neue Antira-Newsletter für Juli und August ist erschienen. Er beginnt mit einer ausführlichen Bestandsaufnahme der Situation an den EU-Außengrenzen, insbsondere im Mittelmeer. Danach erfolgten – wie gewohnt – zahlreiche Hinweise auf geplante Aktionen und Konferenzen im August und September. Newsletter lesen

13. Juli 2015 | "Schaut man weg, sterben Menschen" (taz-Interview)

“Unser Eindruck ist, dass in den Wochen nach dem schweren Schiffsunglück am 19. April relativ viel passiert ist. Es wurde darauf geachtet, dass es möglichst keine weiteren Toten gibt. Der Fokus der Öffentlichkeit war darauf gerichtet, viel in Bewegung gesetzt. Aber in den letzten drei, vier Wochen hat das Engagement spürbar nachgelassen. Schaut die Öffentlichkeit nicht mehr hin, sterben sofort wieder Menschen. taz-Interview mit Hagen Kopp von Watch the med

13. Juli 2015 | Zur Geschichte des EU-Grenzregimes

Bis in die 1990er Jahre konnte man nahezu ungehindert zu Fuß von Afrika nach Europa laufen. An der einzigen Landgrenze der beiden Kontinente, zwischen Marokko und den spanischen Enklaven Ceuta und Melilla gab es praktisch keine Zäune. Doch dann begann die EU langsam, sich gegen Migration abzuschotten. 1993 wurde der erste, noch kleine Zaun errichtet. taz-Artikel lesen

07. Juli 2015 | Völkermord verjährt nicht

Die Anerkennung des Genozids an den Herero und Nama kann nur ein Anfang sein – der Beginn der Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialpolitik. Je länger die unendlich peinliche Debatte über den Völkermord im damaligen Deutsch-Südwestafrika dauert, desto mehr drohen auch die Verbrechen endgültig aus dem kollektiven Bewusstsein zu verschwinden, die von der deutschen Kolonialmacht in ihren anderen Kolonien begangen wurden. Artikel auf fr-online

04. Juli 2015 | „Nichts bleibt für immer.“

Nicht nur in Burundi, auch in 16 weiteren Ländern Subsahara-Afrikas wollten die Machthaber in jüngerer Zeit die nach den Umbrüchen Anfang der 1990er Jahre in den Landesverfassungen aufgenommenen Amtszeitbeschränkung nicht akzeptieren. In zehn Fällen waren die Potentaten „erfolgreich“, in sechs Ländern schlug ihr Coup fehl – so auch in Burkina Faso. Ein auf der Internetplattform izindaba veröffentlichter Artikel rekonstruiert den spektakulären Sturz des Langzeitdiktators Blaise Campaoré – ausgehend vom Jahr 2013. Artikel lesen

20. Juni 2015 | Brüchiger Friedensvertrag für Mali (ARD-Hörfunkstudio Rabat)

Die Regierung in Mali hat mit mehreren bewaffneten Gruppen einen Friedensvertrag geschlossen. Die Unterzeichnung drohte auf den letzten Metern zu scheitern. Jetzt haben auch jene Teile der Tuareg-Rebellen zugestimmt, die bis heute im Norden Malis einen eigenen Staat namens Azawad errichten wollen – unter völliger Ausblendung davon, dass die Tuareg in ihrer Gesamtheit gerade mal 32 Prozent der Bevölkerung im Norden ausmachen. Lesenswerter Beitrag auf tageschau.de

19. Juni 2015 | AktivistInnen der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh verurteilt

Nach 18 Verhandlungstagen wurden am 19. Juni 2015 zwei AktivistInnen der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh zu Geldstrafen von jeweils 6.000 € und 225 € verurteilt. Sie sollen Polizeibeamte beleidigt und die offizielle Trauerfeier der Stadt Dessau gestört haben. Entsprechend haben die beiden Angeklagten in ihrem Schlussplädoyer einmal mehr die bis heute nicht aufgeklärten Widersprüche rund um den Feuertod von Oury Jalloh in Erinnerung gerufen. Plädoyer lesen

18. Juni 2015 | Tote im Sandmeer (ARD-Hörfunkstudio Rabat)

Im Mittelmeer sterben fast täglich Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa. Vergessen werden diejeningen, die es gar nicht bis an die Küsten Nordafrikas schaffen. Experten schätzen, dass in der Sahara fast ebenso viele umkommen wie im Mittelmeer. Alexander Göbel berichtet aus Agadez im Niger, wo viele MigrantInnen ihre Reise durch die Wüste antreten. Beitrag hören

03. Juni 2015 | Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen

Nachdem bereits Mitte Mai Misshandlungen von Flüchtlingen öffentlich wurden, geraten nun weitere Bundespolizisten aus Hannover unter Rassismusverdacht. Unabhängige Kontrollen und Studien über rassistische Einstellungen bei Polizisten sind jedoch unerwünscht. Genau dies sei jedoch nötig, fordert unter anderem Pro Asyl. Mehr lesen

24. Mai 2015 | Die Burkiner marschieren gegen Monsanto

Sie wollen “Monsanto abfeuern”, wie sie “Blaise abgefeuert” haben. Zwischen 1.000 und 1.500 Personen versammelten sich zu einem Marsch in Ouagadougou am Samstagmorgen, im Rahmen des Welttages für den Widerstand gegen GVO (gentechnisch veränderte Organismen), der weltweit mehr als 400 Märsche koordiniert. Seit 2008 ist Burkina Faso das einzige Land in der Region, das genmodifizierte Baumwolle auf freiem Feld anbaut. Interessanter Artikel auf der zweisprachigen Webseite Mali-Informationen.

22 Mai 2015 | Flüchtlingsaktivist nach rassistischer Kontrolle vor Gericht

Miloud Lahmar Cherif – Aktivist bei The Voice Refugee Forum – wurde am 7. September 2014 ohne äußeren Anlass im Zug nach seinem Ausweis gefragt. Nachdem er eine Beschwerde wegen rassistischer Diskriminierung eingelegt hat, haben ihn die Bundespolizisten sodann wegen Beleidigung angezeigt. Nun wurde er am 28. Mai in Arnstadt in Gänze freigesprochen. Berichte und Presseartikel lesen

19.05.2015 | Nicht nur ein paar verrückte Don Quijotes (ak-Interview)

Die Seegrenze zwischen Nordafrika und Europa ist die mit Abstand tödlichste Grenze der Welt. Angesichts dessen gründeten Aktivist_innen vor einem halben Jahr eine Telefonhotline für Migrant_innen, um Alarm zu schlagen, wenn Flüchtlinge im Mittelmeer in Seenot geraten. Mit Miriam Edding vom Alarm Phone und Judith Gleitze von borderline-europe sprach die Montatszeitung ak – analye und kritik über die Trennung zwischen politischer und humanitärer Arbeit, die Forderung nach verstärkter Seenotrettung sowie über Möglichkeiten, den politischen Druck zu erhöhen. Interview lesen

15. Mai 2015 | Kundgebung vor der malischen Botschaft in Berlin gegen Landgrabbing

Die beiden Dörfer Sanamadougou und Sahou in Mali kämpfen seit 5 Jahren für die Rückgabe ihres Landes. Jetzt ist am 2. Juni 2015 eine bäuerliche Großaktion geplant – mit anschließendem unbefristetem Sit-in. Dafür werden dringend Spenden gesucht. Außerdem ruft Afrique-Europe-Interact zu einer Solidaritätskundgebung auf: 2. Juni 2015, 14 Uhr: Solidaritätskundgebung vor der malischen Botschaft in Berlin (Kurfürstendamm 72, U-Bahnhof Adenauerplatz). Aufruf lesen

13. Mai 2015 | Die unsinnige Zweiteilung Afrikas (taz-Artikel)

Immer wieder spricht Afrique-Europe-Interact in seinen Veröffentlichungen von “Subsahara-Afrika” – dies allerdings nicht, um den Kontinent in Nord- und Subsahara-Afrika aufzuspalten, sondern um genau jene Spaltung sichtbar zu machen, die vor allem seitens der Europäischen Union im Rahmen ihrer Migrationspolitik immer wieder neu forciert wird. Was die Hintergründe sind und wie diese tief in kolonialen Teile- und Herrsche-Techniken verwurzelt sind (mit katastrophalen Konsequenzen bis heute), wird in einem äußerst lesenswerten taz-Artikel erläutert. Artikel lesen

30. April 2015 | Zur Situation von Flüchtlingen und MigrantInnen auf Malta (taz-Artikel)

Kein EU-Staat liegt näher an den Flüchtlingsunglücken vor Nordafrikas Küste als die kleine Insel Malta. Auch die Toten der Katastrophe vom 19. April sind hier begraben. Unter dem Titel “Fluchtpunkt im Mittelmeer” berichtet die taz über die für Flüchtlinge und MigrantInnen katastrophale Lage auf der Insel. Mehr lesen

25. April 2015 | Ein 10 Punkte-Plan, um das Sterben im Mittelmeer wirklich zu beenden.

Am 20.April veröffentlichten die EU-Innen- und Außenminister_innen einen 10-Punkte-Plan, um auf das aktuelle Sterben von Migrant_innen im Mittelmeer zu reagieren. Viele weitere Vorschläge wurden in den letzten Tagen gemacht. Angesichts der Scheinheiligkeit der bislang vorgeschlagenen „Lösungen“ hat das von Afrique-Europe-Interact mitgegründete Alarm Phone nunmehr einen eigenen 10-Punkte-Plan zur Debatte gestellt. Mehr lesen

18. April 2015 | Wie die EU Flüchtlinge tötet (Kommentar Süddeutsche Zeitung)

400 Tote an einem Tag: Die EU hätte die Mittel und die Möglichkeiten, die Flüchtlinge aus dem Mittelmeer zu retten. Aber sie lässt sie ertrinken – einer zynischen Logik zufolge. Mit unmissverständlichen Worten hat Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung die Abschottungspolitik der europäischen Union an ihren Außengrenzen kritisiert. Kommentar lesen

17. April 2015 | Mit etwas Druck (taz-Bericht über die aktuelle Arbeit des Alarm Phones)

Das von Afrique-Europe-Interact mitgegründete Alarm Phone – eine Notrufnummer für Flüchtlinge in Seenot – wird mittlerweile regelmäßig von Booten aus dem Mittelmeer angerufen. Über die Unterstützung mehrerer Boote durch das Alarm Phone berichtete die taz am 17. April. Mehr lesen

09. April 2015 | Festnahme von Kleinbauern-Aktivist von Afrique-Europe-Interact in Mali

Seit 2012 arbeitet Afrique-Europe-Interact mit verschiedenen Dörfern in Mali zusammen, die von Landgrabbing betroffen sind. Einer der kleinbäuerlichen AktivistInnen unseres Netzwerks ist am 9. April anlässlich einer Internationalen Klimabewegungskonferenz in Köln nach Deutschland gekommen, um über die Auswirkungen des Klimawandels auf Kleinbauern und -bäuerinnen in Mali zu berichten (vgl. Video linke Spalte). Doch einen Tag vorher wurde er festgenommen und nur gegen eine hohe Kaution wieder freigelassen. taz-Artikel lesen

31. März 2015 | Workshop zu Frontex auf Weltsozialforum in Tunis

Afrique-Europe-Interact hat sich mit mehreren AktivistInnen aus Togo, Mali und Deutschland am Weltsozialforum in Tunis beteiligt – unter anderem mit einem Workshop zur EU-Grenzschutzagentur Frontex. Der Input zu diesem Workshop, der von Conni Gunßer vom Hamburger Flüchtlingsrat und Afrique-Europe-Interact gemacht wurde, kann auf dieser Webseite als PDF runtergeladen werden. Verwiesen sei auch darauf, dass in der zweiten Juniwoche in Straßbourg eine Aktion gegen Frontex stattfinden soll, so der Beschluss beim WSF in Tunis. Zum Frontex-Input von Conni Gunßer

31. März 2015 | Internationale Klimabewegungskonferenz in Köln

“Das Jahr 2015 wird im Zeichen des menschengemachten Klimawandels stehen – und im Zeichen des Kampfes für Klimagerechtigkeit, der an immer mehr Fronten geführt wird”, so die offensive Ankündigung zu einer internationalen Klimabewegungskonferenz vom 10. bis 12. April in Köln. Bakary Traoré von der malischen Sektion von Afrique-Europe-Interact wird an der Konferenz teilnehmen und unter anderem über bäuerliche Kämpfe in Mali berichten. Zur Webseite der Konferenz

23. März 2015 | Kidal: Im Reich des Schrecklichen

Im Herbst 2012 reiste Paul Hyacinthe Mben, 41, Journalist aus Mali, erstmals für den SPIEGEL in die Städte Gao und Kidal im Norden seines Heimatlands. Von dort beschrieb er das Schreckensregime der Islamisten. Im Januar 2013 begann dann eine internationale Truppe unter Führung Frankreichs die Islamisten aus den Städten zu vertreiben. Doch im Mai 2014 marschierten Tuareg und Islamisten erneut in Kidal ein. In einer beklemmenden Reportage berichtet Mben abermals aus der Region. Mehr lesen

Am 27. März 2015 | Schwimmende Telefonzelle auf dem Mittelmeer

Am 27. März 2015 wurde in Hamburg die Sea Watch getauft – ein Schiff, das insbesondere vor der italienischen Insel Lampedusa das Meer überwachen und Flüchtlingen in Seenot helfen wird. Sea Watch (www.sea-watch.org) ist zu klein, um Flüchtlinge an Bord nehmen zu können, allerdings hat das Boot Rettungsinseln für 500 Menschen dabei, außerdem arbeitet es eng mit Watch The Med zusammen, um im Notfall schnell die zuständigen Küstenwachen informieren zu können. Im taz-Interview erklärt einer der Gründer, was es mit dem Projekt auf sich hat. taz-Interview lesen

16. Januar 2015 | Petition zu Oury Jalloh: Keine Einstellung des Verfahrens!

Eine Petition zum Feuertod von Oury Jalloh fordert von der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau einen neuen, fairen Prozess und die Anerkennung der Tat als Folter und Mord! Die Täter müssen nach über 10 Jahren endlich verurteilt werden, damit die Straflosigkeit der Polizei in Deutschland ein Ende findet! Die Familienangehörigen Oury Jallohs verdienen Klarheit, Gerechtigkeit und endlich eine Aufklärung des Mordes. Wir fordern das Innenministerium von Sachsen-Anhalt und das Bundesjustizministerium auf, für eine ordnungsgemäße Rechtsprechung zu sorgen! Petition unterschreiben

15. März 2015 | Im Griff der Agrarkonzerne (neue Ausgabe des Südlinks)

Von sehr klein bis sehr groß ist in der globalen Landwirtschaft, in der Verarbeitung und im Handel von Nahrungsmitteln alles vertreten. Doch Konzerne bauen ihre Marktmacht immer weiter aus – mit negativen Auswirkungen auf kleinbäuerliche Betriebe im globalen Süden und Norden, die dabei auf der Strecke bleiben. Dabei produzieren diese den Großteil der weltweiten Nahrung und arbeiten nachhaltiger als große Unternehmen. Über dies und vieles weitere wird in der neuen Ausgabe des “Südlinks” berichtet. Zum Inhaltsverzeichnis des Hefts – mit mehreren online-Artikeln

15. Januar 2015 | Alarm Phone unterstützt Boot mit 107 Passagieren

Seit Oktober 2014 ist das Alarm Phone in Betrieb – eine Notrufnummer für Flüchtlinge in Seenot. Bereits in dieser kurzen Zeit ist die Nummer immer wieder kontaktiert worden, so auch am 8. Januar 2015. Ein bislang nur auf englisch vorliegender Bericht schildert minutiös, wie schwierig es gewesen ist, die italienische Küstenwache buchstäblich zwingen zu müssen, eine Rettungsaktion einzuleiten. Mehr lesen

Januar 2015 | Globale Landwirtschaft: Neue Entwicklungen und Tendenzen.

Wie in den Jahren zuvor war natürlich auch im vergangenen Jahr Land grabbing ein Themenschwerpunkt der Agrar- und Ernährungsdebatte und damit auch auf Globe-spotting. Die großzügige Vergabe teils riesiger Ländereien an in- und ausländische Agrarinvestoren und Spekulanten geht – trotz einzelner Rückschläge wie dem Bankrott des indischen Investors Karuturi in Äthiopien – munter weiter, wie neue Zahlen zeigen. “Weiter lesenhttp://www.globe-spotting.de/658.html

01. Januar 2015 | Residenzpflicht verändert, aber nicht abgeschafft

Seit 25 Jahren kämpfen Flüchtlinge gegen die Residenzpflicht. Nun wurde sie wieder mal geändert, und wieder behaupten PolitikerInnen (allen voran der Baden-Würtembergische Ministerpräsident Kretschmann von Bündnis90/Die Grünen), dass sie nunmehr endgültig abgeschafft sei, und viele Menschen glauben ihnen. In einer äußerst lesenswerten Stellungnahme macht der Flüchtlingsrat Brandenburg deutlich, dass dies schlicht nicht stimmt – vor allem mit Blick auf die zahlreichen Ausnahmeregelungen. Stellungnahme lesen

28. Dezember 2014 | Ein Jahr Ebola: Noch lange nicht vorbei (taz-Artikel)

Die internationale Alarmstimmung ist abgeklungen. Die Seuche aber nicht. In Sierra Leone herrscht weiterhin Ausnahmezustand, denn dort stiegen die Ansteckungskurven seit einiger Zeit wieder deutlich steiler an. Vor diesem Hintergrund sei auf einen lesenswerten taz-Artikel verwiesen, der den Verlauf der Krise rekonstruiert – einschließlich des kompletten Versagens von Deutschland seit Beginn der Ebola-Krise. taz-Artikel lesen

20. Dezember 2014 | From Bad to Worse: A Roadmap to Global Burning

Der jüngste UN-Klimagipfel in Lima ist weitgehend geräuschlos vorbeigezogen – auch an linken bzw. kritischen Medien. Um so wichtiger ist es, sich vor Augen zu führen, welche dramatischen Konsequenzen das abermalige Nicht-Zustandekommen irgendwelcher verbindlichen CO2-Reduzierungsbeschlüsse haben wird. Genaueres hierzu lässt sich in der englischsprachigen Analyse Notes for Understanding the Lima Outcome des vor allem in Asien verankerten Netzwerks Focus on the global South entnehmen.

16. Dezember 2014 | Humbold-Forum verweigert Debatte mit Kritiker_innen

„Mit dem Humboldt-Forum/Berliner Schloss will sich Deutschland als „eine der bedeutendsten Kulturnationen“ inszenieren – und verletzt dabei die Würde und die Rechte von Schwarzen Menschen und People of Colour in allen Teilen der Welt”, so das das Kampagnenbündnis „No Humboldt 21!“. Passend hierzu haben der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) Herrmann Parzinger und der Leiter der Afrika-Abteilung des Ethnologischen Museums Peter Junge ihre Teilnahme an der für den 16.12. um 18 Uhr im Haus der Kulturen der Welt geplanten Dialogveranstaltung „Fenster zur Welt oder koloniale Trophäenschau? Das Humboldt-Forum in der Diskussion“ kurzfristig abgesagt. Mehr lesen

12. Dezember 2014 | Den Bevölkerungen Westafrikas und Europas droht Desaster

Die Europäische Union verhandelt nicht nur mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA) über Freihandelsabkommen, sondern – von der Öffentlichkeit weniger beachtet – auch mit den sogenannten AKP-Staaten (Afrika, Karibik, Pazifik). Geplant ist nun, dass der EU-Rat für Auswärtige Angelegenheiten über das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und der West-Afrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (CEDEAO) einschließlich Mauretanien entscheidet. Gemeinsam mit zahlreichen anderen europäischen Organisationen hat Attac einen Appell an die Abgeordneten in der Europäischen Union und Afrika verfasst.
Burkina Faso:

10. Dezember 2014 | Frontex will Seenotrettung stoppen

Zynischer kann es nicht sein: Die Grenzschutzagentur Frontex fordert, nicht mehr zu Seenotrettungseinsätzen außerhalb der 30-Meilen-Zone, dem eigentlichen Einsatzgebiet der Mission Triton im Mittelmeer, gerufen zu werden. Man solle die Entfernungen zu den infrage kommenden Objekten in Betracht ziehen und die Notrufzentralen einschalten, die näher dran sitzen, so der Frontex-Einsatzleiter Klaus Rösler nach Informationen der italienischen Nachrichtenagentur ADNKRONOS. Das bedeutet: Frontex verlangt die Einschaltung der libyschen SAR (search and rescue)-Schiffe, denn die meisten Notrufe kommen aus libyschem Seenotrettungsgebiet. Pressemitteilung von Borderline Europe

10. Dezember 2014 | Neue Zeitung von Afrique-Europe-Interact

Unser transnationales Netzwerk hat eine neue Zeitung erstellt – wie gehabt vier Seiten, mit Berichten aus den unterschiedlichen Feldern, in denen wir aktiv sind. Die Zeitung wird den Dezember-Ausgaben der “ak – zeitung für analyse & kritik” und “Graswurzelrevolution” beiliegen, außerdem erscheint sie als Beilage am 12. Dezember in der bundesweiten Ausgabe der “tageszeitung taz”. Bei Interesse schicken wir gerne Zeitungen kostenlos oder gegen eine kleine Spende zu (natürlich auch in höherer Auflage für Infoläden, Schulklassen oder ähnliches). PDF der Zeitung angucken

09. Dezember 2014 | Kompass-Newsletter mit zahlreichen Berichten & Analysen

Der neue Kompass-Antira-Newsletter umfasst im Dezember 8 Seiten: Er enthält nicht nur aktuelle Berichte und Ausblicke auf Aktionen in den kommenden Wochen und Monaten. Vielmehr nimmt das Herausgeber-Team auch eine Bilanz des Jahres 2014 vor: Auf der einen Seite steht eine große Zahl an Kämpfen und Alltagswiderstand – einschließlich beachtlicher Sympathien in der Bevölkerung. Auf der anderen Seite zeigt sich nicht zuletzt die deutsche Bundesregierung wenig beeindruckt und ist gerade dabei, eine Vielzahl handfester Verschlechterungen für Flüchtlinge durchzusetzen. Newsletter lesen

05. Dezember | Wie Europa Flüchtlinge aus Afrika abwehren möchte

In Rom trafen sich Vertreter von 58 Staaten Europas und Afrikas. Heraus kam die sogenannte „Khartoum Erklärung“, die eine Abwehr von Flüchtlingen bereits weit vor den EU-Grenzen vorsieht. Dabei scheint jedes Mittel recht. Mitreden durften auch Vertreter der Militärdiktatur Eritrea, dem „Nordkorea Afrikas“. Pressemitteilung von Pro Asyl mit weitergehenden Infos

9. Dezember | Kompass-Antira-Newsletter mit zahlreichen Berichten und Analysen

Der neue Kompass-Antira-Newsletter umfasst im Dezember 8 Seiten: Er enthält nicht nur aktuelle Berichte und Ausblicke auf Aktionen in den kommenden Wochen und Monaten. Vielmehr nimmt das Herausgeber-Team auch eine Bilanz des Jahres 2014 vor: Auf der einen Seite steht eine große Zahl an Kämpfen und Alltagswiderstand – einschließlich beachtlicher Sympathien in der Bevölkerung. Auf der anderen Seite zeigt sich nicht zuletzt die deutsche Bundesregierung wenig beeindruckt und ist gerade dabei, eine Vielzahl handfester Verschlechterungen für Flüchtlinge durchzusetzen. Newsletter lesen

02. Dezember 2014 | Erster Zwischenbericht nach zwei Monaten Rufbereitschaft

Nach zwei Monaten Arbeit hat das unter anderem von Afrique-Europe-Interact mitgetragene Alarm Phone für Bootsflüchtlinge in Seenot seinen ersten Zwischenbericht der Öffentlichkeit vorgestellt. Bislang ist das Alarm Phone in 12 Fällen aktiv geworden, wobei es sich jeweils um sehr verschiedene Fälle gehandelt hat. Die Notrufe kamen aus dem Zentralen Mittelmeer und der Ägeis, in einem Fall von Flüchtlingen, die von Griechenland in die Türkei zurückgeschoben worden waren. Drei Fälle werden in dem englischsprachigen Bericht näher geschildert

30. November 2014 | Aufruf gegen weitere Gesetzesverschärfungen des Asylrechts

Das Gesetz zur Neubestimmung der Balkanstaaten Serbien, Bosnien-Herzegowina und Mazedonien als sog. ‘sichere Herkunftsstaaten’ im September war nur der Auftakt: Die Große Koalition forciert derzeit weitere Verschärfungen und die Einführung neuer repressiver Maßnahmen im Bereich Asyl- und Migrationspolitik. Wenn alle Gesetze durchkommen, handelt es sich um die gravierendsten Verschlechterungen der Rechte und der Lebensbedingungen für Asylsuchende und Migrant_innen in Deutschland seit 1993. Den ganzen Aufruf lesen

28. November 2014 | Landraub in Äthiopien für Textilproduktion von H&M

Landgrabbing ist zwar wieder aus den Schlagzeilen geraten, doch die massive Vertreibung von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen geht unverändert weiter – nicht nur in Mali, wo Afrique-Europe-Interact entsprechend aktiv ist. So haben Recherchen des schwedischen Fernsehens ergeben, dass für die Baumwollproduktion der Kleiderkette H&M massiver Landraub in Äthiopien stattfindet. Darüber berichtet eine dreißigminütige Fernsehdoku mit englischen Unterstiteln.

27. November 2014 | Initiative in Gedenken an Oury Jalloh vor Gericht!

Zwei Aktivisten der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh müssen sich ab dem 27. November 2014 auf Drängen der Dessauer Staatsanwaltschaft gemeinsam vor dem Amtsgericht Dessau–Roßlau verantworten, unter anderem weil sie Beamte beleidigt haben sollen. Wie haarsträubend dies ist, zeigt der Umstand, dass dieselbe Staatsanwaltschaft in Sachen Oury Jalloh mittlerweile selbst wegen eines Tötungsdelikts gegen unbekannt ermittelt. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite der Initiative, verwiesen sei zudem auf das Solidaritätsvideo oben rechts.

13. November 2014 | Burkina Faso: Wegfegen! - Präsident erfolgreich gestürzt

Der „Pate“ im neokolonialen französischsprachigen Afrika musste abtreten. Ein Hintergrundartikel von Bernard Schmid berichtet, wie es dazu gekommen ist. Artikel lesen

12. November 2014 | Lesetip zu Father Zerai

Seine Telefonnummer ist für Bootsflüchtlinge oft der letzte Ausweg. Mussie Zerai arbeitet als Priester in der Schweiz:

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12. November 2014 | Schwerpunkt zu Schlepper, Schleuser, Superheld*in

Immer wieder geht es in der öffentlichen Debatte um die so genannte Schleuserkriminalität. Um so erfreulicher ist es, dass die Zeitung des Bayrischen Flüchtlingsrats “Hinterland” in ihrer aktuellen Ausgabe dem Thema einen ausführlichen Schwerpunkt mit zahlreichen Artikeln, Essays, Erfahrungsberichten, einer Berufsbeschreibung, Lyrischem und Literatur gewidmet hat. Jenseits der medialen Aufmerksamkeit geht es dabei auch um einen erweiterten Blickwinkel auf das „Schleppen“. Die Zeitschrift als PDF

09. November 2014 | Gericht verbietet verdachtsunabhängige Kontrollen weitgehend

In der gerichtlichen Auseinandersetzung um das so genannte „racial profiling“, die Kontrolle von Menschen anhand äußerer Merkmale wie der Hautfarbe und anderer Zuschreibungen, hat das Verwaltungsgericht Koblenz jetzt eine grundsätzliche Entscheidung gefällt. Es hat der Bundespolizei die Befugnisse zur Durchführung von verdachtsunabhängigen Kontrollen in den meisten deutschen Zügen und Bahnanlagen entzogen. Weiter lesen auf der Webseite der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt

02. November 2014 | November-Ausgabe des Antira-Newsletter

Die November-Ausgabe des monatlichen Antira-Newsletter ist erschienen – mit folgenden Themen: 4.11.: Soli-Aktionen gegen Push-Backs in Melilla +++ Boza: Film zu Marokko und March for Freedom +++ 20. – 23.11.: Blockupy-Festival in Frankfurt +++ Ab 28.11.: Anti-Isolation-Tour durch Baden-Württemberg +++ Kampagne gegen Asylrechtsverschärfungen +++ Infos zu Oury Jalloh und Choucha +++ Rückblick – Flüchtlingskämpfe, Proteste gegen Abschiebungen, Alarm Phone in Hamburg, Berlin, Hannover, Darmstadt, Bremen +++ “Der Newsletter kann als PDF auf Kompass.Antira.Info runtergeladen werden, dort sind auch die früheren Newsletter als PDF verfügbar.

01. November 2014 | Rückblick auf Thomas Sankara

Die Vertreibung von Blaise Campaoré ist ein riesiger Erfolg – nicht zuletzt deshalb, weil er 1987 mit Thomas Sankara einen der wichtigsten Unabhängigkeitskämpfer des afrikanischen Kontinents ermordet. Verwiesen sei daher auf das Manuskript eines Radio-Features, das 2007 unter dem Titel Der Preis der Unbestecklichkeit. Thomas Sankara, Freiheitsmythos in Afrika“ ausgestrahlt wurde

30. Oktober 2014 | Aufstand der Uniformierten

Aus aktuellem Anlass ein Blick zurück: Erst protestierten Schüler und Studenten, dann rebellierten Polizisten und Soldaten. Jungle-World-Artikel über die Massenproteste im Jahr 2011 in Burkina Faso. Hier lesen

27. Oktober 2014 | Neues Radio-Feature zu Oury Jalloh

Bereits das 2010 ausgestrahlte Feature Verbrannt in Polizeizelle Nr. 5 wurde viel beachtet. Nun hat die Journalistin Margot Overath unter dem Titel „Oury Jalloh – die widersprüchlichen Wahrheiten eines Todesfalls“ ein neues Radio-Feature erstellt, in dem sie unter anderem den Hinweisen auf einen dritten Mann nachgeht. Es kann noch einige Zeit auf auf der Webseite des mdr angehört werden, das Manuskript steht auf dieser Webseite an folgender Stelle zum Download zur Verfügung.

17. Oktober 2014 | Der Wert weißen Lebens (taz-Kommentar)

17. Oktober 2014 | Der Wert weißen Lebens (taz-Kommentar)

Dieser Tage wird es wieder mal sehr deutlich – nicht zuletzt mit Blick auf die Art und Weise, wie in den reichen Industrieländern über Ebola diskutiert wird: Es gibt zwei Sorten von Toten. Einige sind uns mehr wert als andere, die weit weg sind. taz-Kommentar von Charlotte Wiedemann. Mehr lesen

17. Oktober 2014 | Radiosendung anlässlich des 20 Geburstags von The Voice Refugee Forum

In der Radiosendung berichtet unter anderem Mbolo Yufanyi über die Geschichte von The Voice Refugee Forum seit 1994. Zudem berichtet Mouctar Bah von der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh von neuen Entwicklungen bei den Ermittlungen zum Feuertod von Oury Jalloh. Die Sendung kann auf reboot.fm angehört werden (Sprachen: englisch und deutsch).

14. Oktober | Interview zu den strukturellen Ursachen von Ebola

Der aktuelle Ebola-Ausbruch in Westafrika ist die größte Epidemie seit der Entdeckung des Virus im Jahr 1976. Die Monatszeitung “analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis” hat hierzu in ihrer aktuellen Ausgabe ein äußerst aufschlussreiches Interview mit Anne Jung und Andreas Wulf von der sozialmedizinischen Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international über die strukturellen Ursachen der Epidemie, Perspektiven der akuten Nothilfe und die Chancen im Kampf gegen vernachlässigte Krankheiten wie Ebola geführt. Das gesamte Interview lesen

12.10.2014 | Protestbrief gegen die Schließung von Choucha

Im September 2014 haben die tunesischen Behörden angekündigt, das Wüstenlager Choucha endgültig schließen zu wollen – und das obwohl in dem Lager weiterhin mehrere Dutzend Menschen ohne jede Perspektive leben. Vor diesem Hintergrund hat Afrique-Europe-Interact zusammen mit anderen Organisationen und Netzwerken einen Appell veröffentlicht, der weiterhin die sofortige Aufnahme der in Choucha verbliebenen Flüchtlinge in Europa fordert. Der Aufruf ist leider nur auf englisch und französisch verfügbar. Mehr lesen

29. September 2014 | Die koloniale Falle

Das Ziel der kolonialen Tropenmedizin in Afrika war nie das Wohlergehen von Menschen – sondern die Ausrottung von Seuchen. taz-Artikel von Dominic Johnson anlässlich der Ebola-Krise:

Hier lesen

28. September 2014 | Mali oder das Ringen um Würde

Die Journalistin Charlotte Wiedemann dürfte in Deutschland zu den besten (nicht-afrikanischen) KennerInnen Malis gehören. Um so erfreulicher ist es, dass nunmehr ein neues Buch von Charlotte Wiedemann unter dem Titel “Mali oder das Ringen um Würde. Meine Reisen in einem verwundeten Land” erschienen ist. Eine kurze, aber sehr positive Rezension ist in der Frankfurter Rundschau erschienen. Außerdem wird Charlotte Wiedemann ihr Buch am 14. Oktober bei der Heinrich Böll-Stifung in Berlin unter Beteiligung von Afrique-Europe-Interact vorstellen. Mehr dazu hier

15. September 2014 | Broschüre zum Netzwerk Afrique-Europe-Interact

In der 40-seitigen, im September 2014 neu erschienenen DIN A5-Broschüre wird die Arbeit unseres Netzwerk vorgestellt – vor allem unter Rückgriff auf verschiedene Texte, die im Laufe des letzten Jahres entstanden sind. Die Broschüre kann umsonst bei nolagerbremen@yahoo.de bestellt werden (gerne auch in großer Zahl). Das PDF der Broschüre kann hier angeguckt werden

12. September 2014 | Mission Mali. Ein Desaster hinter der Fassade des Erfolgs

Mali ist aus den Schlagzeilen verschwunden; Schauplätze von größerer Dramatik nehmen die Aufmerksamkeit gefangen. Rückblickend, mit dem Wissen, was inzwischen in Syrien und im Irak geschah, stellt sich die Frage: Wieso hatte Mali für den Westen überhaupt zeitweilig den Rang eines Top-Krisenherds der Welt? Dass von den Dschihadisten, die den Norden des Landes 2012/2013 neun Monate lang kontrollierten, eine Gefahr für Europa ausginge, blieb eine Behauptung ohne Beleg. In einem Beitrag für Le monde diplomatique zieht Charolotte Wiedemann Bilanz – auch was die Politik Frankreichs nach der Intervention betrifft. Weiter lesen

19. August 2014 | Veranstaltungsrundreise in neun NRW-Städten (September)

Unter dem Motto „Nein zum Sterben an den EU-Außengrenzen!“ organisiert Afrique-Europe-Interact (Gruppe Dortmund-Bochum) vom 15. bis 30. September 2014 eine Veranstaltungsrundreise in neun NRW-Städten: Dabei werden AktivistInnen aus Togo, Kamerun und weiteren Ländern Afrikas, die den Weg nach Europa geschafft haben, als ZeitzeugInnen nicht nur von den geschlechtsspezifischen Ursachen für Flucht und Migration berichten, sondern auch über die Situation von Flüchtlingen an der EU-Außengrenze zwischen Nord-Afrika und Süd-Europa und ihren Versuchen, diese zu überwinden. Termine & mehr

04. August 2014 | Thesen zur italienischen Marineoperaton Mare Nostrum

Als Folge der italienischen Marineoperation Mare Nostrum wurden seit Beginn des Jahres nicht nur 93.000 Menschen im Zentralen Mittelmeer gerettet. Vielmehr sind auch so wenig Boatpeople wie nie zuvor in den ersten 5 Monaten ums Leben gekommen. Um so dramatischer ist, dass die italienische Armee begonnen hat, sich seit Ende Mai wieder aus bestimmten Teilen des Zentralen Mittelmeeres zurückzuziehen. Konsequenz ist, dass das Sterben-Lassen wieder begonnen hat – mit mindestens 1.400 Toten seit Anfang Juni. Über dies und vieles andere informiert ein Thesenpapier, dass Aktive u.a. von Afrique-Europe-Interact veröffentlicht haben. Thesenpapier lesen

04. August 2014 | Flüchtlingsfrauengruppe auf Tour quer durch Deutschland

Seit dem 14.07.2014 ist die feministische Gruppe 'Women in Exile & Friends' mit dem Fluchtschiff­projekt von Heinz Ratz von Nürnberg nach Berlin unterwegs. Mit einer Reise auf Flößen machen sie auf die Situation von Flüchtlingsfrauen und Kindern auf­merksam und sprechen im Rahmen eines Begleitprogramms in Unterkünften für Asylsuchende mit den Bewohnerinnen über ihre Sorgen und Probleme. Nun ziehen sie eine erste Bilanz. Weiter lesen

15. Juli 2014 | 20. Jubiläum von The VOICE Refugee Forum (01.-05.10.2014)

20 Jahre aktiver Widerstand durch The VOICE Refugee Forum in Deutschland ist Zeugnis dafür, dass die Selbst-Organisation von betroffenen Menschen die einzig gangbare Alternative im Kampf der Unterdrückten ist. Unser Ziel ist und bleibt die Beendigung von Existenzängsten und Unsicherheiten, die mit dem Status eines Flüchtlings in Deutschland und ganz Europa verbunden sind. Anlässlich des Jubiläums wird vom 1. bis 5. Oktober in Jena eine Konferenz mit zahlreichen Workshops und kulturellen Veranstaltungen stattfinden. Mehr lesen

20. Juni 2014 | Erinnerungskultur und Trauerarbeit von Unten

Seit Jahren versucht das Netzwerk „Welcome to Europe“ (w2eu) und mit ihm eng verbundene Strukturen und Menschen, in Griechenland eine Kultur des Gedenkens für Menschen mit zu entwickeln, die an den Grenzen der „Festung Europa“ ihr Leben lassen mussten, bei dem Versuch diese zu überwinden. Wir haben hierbei stets versucht, die verschiedenen Arten der Betroffenheit zusammen zu bringen. Hierbei stehen für uns die Angehörigen der Toten an erster Stelle. Aber auch die Menschen, die vor Ort mit den Toten zu tun haben, versuchen wir stets mit einzubeziehen. Mehr lesen

01. Juni 2014 | Broschüre zu transidentitärer und transnationaler Organisierung

Immer wieder wurde in den letzten Jahren die Frage diskutiert, ob bzw. wie unter den gegebenen rassistischen Bedingungen so etwas wie eine gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen refugees und non-refugees bzw. zwischen People of Colour- und europäisch-weißen Aktivist_innen möglich ist – trotz unterschiedlicher Ausgangsbedingungen und somit auch unterschiedlicher Rechte und Privilegien. Ausgehend von Erfahrungen in transidentitär sowie transnational zusammengsetzten Netzwerken wie dem NoLager-Netzwerk (2002-2007), Welcome to Europe und Afrique-Europe-Interact wird diesen Fragen in einer auf deutsch, englisch und französisch vorliegenden Broschüre von transact nachgegangen (1. Juni, 2. Auflage). Mehr Infos & Bestellung hier

1. Juni 2014 | Revisionstermin Bundesgerichtshof & Stellungnahme

Die Revisionsverhandlung im Fall Oury Jalloh findet am 28. August 2014, 9 Uhr, in Karlruhe statt. Der Bundesgerichtshof muss entscheiden, ob ein dritter Prozess stattfinden soll, bei dem dann hoffentlich auch der Frage nachgegangen werden kann, wer das Feuer in Zelle 5 tatsächlich gelegt hat. Zudem hat die Initiative in Erinnerung an Oury Jalloh in einer aktuellen Erklärung die diesbezüglich jüngst wieder aufgenommenen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau scharf kritisiert. Mehr Infos auf der Webseite der Initiative

28. Mai 2014 | We are on the way to freedom

Der Flüchtlingsmarsch nach Brüssel hat am 17. April begonnen – zunächst mit einer kollektiven Überschreitung der Grenze von Kehl nach Strassbourg. Aktuelle Berichte von den einzelnen Stationen des Marsches finden sich auf der Webseite Freedom not Frontex

28. Mai 2014 | Interview mit Gabriele del Grande

Fünf syrische Flüchtlinge ohne Papiere, eine inszenierte Hochzeit, eine 3.000 Kilometer lange Reise von Mailand nach Stockholm und fünf illegale Grenzübergänge innerhalb der europäischen Festung: Davon handelt der Dokumentarfilm »Io sto con la sposa« (Auf der Seite der Braut) von Antonio Augugliaro, Gabriele del Grande und Khaled Soliman al Nassiry. Es ist mehr als ein Film: Einen »Akt des zivilen Ungehorsams« nennen ihn die Autoren, die, getarnt als Hochzeitsgesellschaft, mit 17 weiteren Komplizen, vier Tage lang zu Fluchthelfern wurden, um ihre syrischen Freunde durch Europa zu schleusen, damit sie in Schweden Asyl beantragen konnten. Gabriele del Grande erzählt, wie es war

22. Mai 2014 | We are all Francis Kwame! - Enough is enough! (Demo/31.05.)

Seit wir in das Rathaus gingen, um unsere kritische Situation zu erklären und unsere Rechte einzufordern, ist ein Jahr vergangen. Die große Unterstützung von der Hamburger Bevölkerung konnte uns helfen, gerade so zu überleben, aber sie hat auch ihre Grenzen. Der Hamburger Senat ignoriert die vielen Stimmen, die einen Wechsel der diskriminierenden und sehr gefährlichen Politik der Regierung fordern. Francis Kwame, der älteste unserer Gruppe, starb am 20. März in Folge der Verweigerung seiner Rechte. Mobilisierungsvideo zur Demo am 31.05.2013, 13 Uhr, Hbf Südausgang

17. April 2014 | 8. Tag - Hungerstreik am O-Platz geht weiter

Erst verkündete die zuständige Integrationssenatorin Dilek Kolat, dass mit den BewohnerInnen des Flüchtlingscamps auf dem Oranienplatz ein Verhandlungserfolg hätte erzielt werden können. Doch dann entpuppte sich dies schnell als faustdicke Lüge, denn nur ein Teil der Betroffenen hatte überhaupt zugestimmt. Entsprechend geht der Kampf der O-Platz-AktivistInnen weiter, zunächst mit einer 5-tägigen Baumbesetzung von Napuli Langa, seitdem mit einem Hungerstreik mehrer AktivistInnen auf dem O-Platz. Stets Aktuelle Infos auf der Webseite des O-Platzes

14. April 2014 | Delegationsreisen nach Togo und Mali

Zwei Delegationen der europäischen Sektion von Afrique-Europe-Interact sind im April und Mai in Togo bzw. Mali unterwegs – inklusive Teilnahme an Aktionen gegen Landgrabbing in Mali. Über beide Delegationsreisen werden wir zeitnah auch öffentlich berichten, natürlich auch auf dieser Webseite. Mehr lesen

10. April 2014 | Protestmarsch nach Brüssel

Der von Flüchtlingen und Sans Papiers aus mehreren europäischen Ländern organisierte “Marsch für die Freiheit” nimmt langsam Gestalt an (auch unter Beteiligung einiger AktivistInnen von Afrique-Europe-Interact): Am 18. Mai geht es los mit einer ersten Grenzüberschreitung von Kehl nach Strassburg, es folgen drei weitere Grenzen sein, Abschluss wird eine Großdemo am 26. Juni in Brüssel zum ersten Gipfeltag der EU-Innenminister sein. Mehr Informationen (inklusive Spendenaufruf) finden sich hier

19. März 2014 | Öffentliche Erklärung nach einem Jahr Kampf

Seit fast einem Jahr kämpfen wir in Hamburg für das Recht auf ein menschenwürdiges Leben nach unserer Flucht vor dem NATO-Krieg in Libyen. Seit drei Jahren ist uns jede Möglichkeit verwehrt, zu arbeiten und uns selbst und unsere Familien zu versorgen. Wir blicken zurück auf Jahre des Schwebezustands, zwischen der Hoffnung auf ein neues Leben und der kalten Realität der europäischen Gesetzgebung gegen Flüchtlinge und Migrant_innen, die uns kriminalisiert, zu einem Problem erklärt und das Existenzrecht nimmt. Mehr lesen

18. März 2014 | Video nach erfolgreicher Überwindung des Zaunes in Melilla

Immer wieder haben es in den letzten Monaten hunderte Flüchtlinge und MigrantInnen geschafft, die Zäune zu den auf marokkanischem Territorium gelegenen spanischen Enklaven Ceuta und Melilla zu überwinden – so auch am 18.03.2014. Gerade weil sich die Situation an den EU-Außengrenzen immer stärker zuspitzt (samt Toten und Verletzen) sei auf folgendes Video verwiesen, das die Ankunft einer Gruppe von ca. 500 Flüchtlngen und MigrantInnen in Melilla zeigt – inklusive Freudentänzen: Video gucken

17. März 2013 | Film zur Abholzung des Regenwalds auf Papua Neuginea

Der globale Ausverkauf von Wald-, Acker- und Weideflächen geht weiter. Vor diesem Hintergrund sind erst jüngst sieben AktivistInnen von der malischen Sektion von Afrique-Europe-Interact ins Office du Niger gefahren, um sich mit betroffenen Kleinbauern und -bäuerinnen auszutauschen. Doch Landgrabbing ist keineswegs auf Afrika beschränkt, wie ein neu erstellter Video zur Abholzung des Regenwalds auf Papua Neuginea zeigt: Video hier gucken

4. März 2014 | Bundesstaatsanwaltschaft ignoriert neues Brandgutachten

Auf der Grundlage eines selbst finanzierten Brandgutachtens hat die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh im November 2013 gezeigt, dass die Behauptung, Oury Jalloh habe sich selbst angezündet, nicht weiter haltbar ist (erkannbar auch an einem neuen, emotional schockierenden Videoclip der Initiative, das die Unterschiede zwischen einer Verbrennung mit und ohne Brandbeschleuniger deutlich macht). Mittlerweile hat die Bundesstaatsanwaltschaft abgelehnt, eigene Ermittlungen aufzunehmen, womit sich Thomas Ndindah von The Voice Refugee Forum in einem Antwortschreiben an die Bundesstaatsanwaltschaft ausführlich und kritisch auseinandersetzt.

1. März 2014 | Neuauflage der Publikation "50 Jahre Afrikanische Un-Abhängigkeiten“

2.000 Exemplare waren in kürzester Zeit verkauft und seit über einem Jahr ist die Publikation “50 Jahre Afrikanische Un-Abhängigkeiten – Eine (selbst)kritische Bilanz” schon vergriffen. Der Berliner Verein AfricAfenir hat deshalb eine Crowd-Funding Plattform für eine dritte Auflage des Buches gestartet, in dem ausschließlich Texte afrikanischer AutorInnen dokumentiert sind. Mehr Infos – inklusive Video-Link

15. Februar 2014 | Guardia Civil schoss auch von Patrouillenschiff aus

Immer neue Ungeheuerlichkeiten zu den Schüssen der Guardia Civil auf schwimmende Flüchtlinge vor dem EU-Zaun von Ceuta am Morgen des 06.02.2014 kommen heraus. Der brutale Angriff auf schwimmende wehrlose Personen kostete mindestens 16 Flüchtlingen das Leben. Mehr lesen

5. Februar 2014 | Video-Doku zu Hintergründen von Flucht und Migration

Am 1. Februar 2014 nahmen mehr als 200 Menschen an der ersten von zwei Konferenzen der Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ teil. Nach 10 Monaten des Kampfes auf den Straßen in Hamburg wollten die aus Libyen im Zuge des NATO-Angriffs geflohenen Flüchtlinge der interessierten Öffentlichkeit und allen unterstützenden Kreisen in Beiträgen die Gründe benennen, welche sie gezwungen haben, letztendlich ihre Länder und später Libyen zu verlassen. Mehr Infos – inklusive Videos von den Beiträgen finden sich hier

23. Januar 2014 | Angst zwischen hohen Gräsern

Die malische Gemeinde Falea muss sich entscheiden, ob eine kanadische Firma auf ihrem Gebiet Uran abbauen darf. Wie geht eine traditionelle Gemeinschaft mit spärlicher Information, innerer Zerstrittenheit und ungewissen Aussichten um? Artikel von Charlotte Wiedemann

20. Januar 2014 | No Border Lasts Forever Konferenz III (21.-23.02.)

Vor zwei Jahren fand die letzte No Border Lasts Forever Konferenz in Frankfurt statt – ein Zeitraum, in dem unglaublich viel passiert ist. Besonders hervorzuheben: der Aufstand der Flüchtlinge, der sich bundesweit und transnational (auch außerhalb Europas) in vielfältigen und starken Kämpfen und Initiativen ausdrückt. Wir wollen daher gemeinsam über das “Wie weiter?” antirassistischer Kämpfe hier, in Europa und weltweit diskutieren. Mehr Infos zum Ablauf und zu den geplanten Workshops

15. Januar 2014 | Konferenzen und eine Parade Anfang März in Hamburg

“Ein Jahr nach der Beendigung des EU Programms “emergencia Africa norte”, ein Jahr Leben auf der Straße, drei Jahre nach dem NATO Krieg in Libyen, drei Jahre seit dem Trauma des Krieges und dem Verlust von allem außer dem nackten Leben, zehn Monate des Kampfes für die Anerkennung unserer Rechte in Hamburg, zehn Monate zwischen der Solidarität aus der Gesellschaft und der Ignoranz durch die Regierung steht unser Leben und das unserer Familien immer noch auf dem Kopf.” Mit diesen Worten leitet Lampedusa Hamburg seine Einladung zu Konferenzen (01. + 08.02.) und zu einer Parade (01.03.) ein. Mehr

5. Januar 2014 | Kleine Erfolge im Kampf gegen Landgrabbing

Spätestens im Zuge der weltweiten Finanzkrise ist der globale Ausverkauf fruchtbarer Acker-, Wald- und Weideflächen förmlich explodiert – und das mit katatstrophalen Konsequenzen sowohl für die unmittelbar betroffenen Kleinbauern und -bäuerinnen als auch für die ökologischen Ressourcen bzw. den Klimawandel. Vor diesem Hintergrund zieht der Journalist Uwe Hoering eine zwiespältige Bilanz. Denn so sehr es durch Widerstand und Öffentlichkeitsarbeit gelungen sei, zumindest die Geschwindigkeit des Ausverkaufs zu drosseln, so sehr müsse auch festgestellt werden, dass es der agrarindustriellen Lobby in den letzten Jahren gelungen sei, agrarindustrielle Vorgehensweisen wieder stärker als Lösungsansatz für die weltweite Hungerfrage in der Öffentlichkeit zu propagieren. Mehr

18. Dezember 2013 | Aktionen für die Rechte von (Transit-)MigrantInnen

Anlässlich des internationalen Tags der (Transit-)MigrantInnen am 18. Dezember (mit zahlreichen Aktionen rund um den Globus) haben PRO ASYL und andere NGOs die Studie „Im Schatten der Zitadelle. Der Einfluss des europäischen Migrationsregimes auf Drittstaaten“ veröffentlicht. Die exemplarischen Länderuntersuchungen zeigen: Die europäische Politik der Externalisierung, also der Auslagerung von Flucht- und Migrationskontrolle, wirkt sich fatal auf MigrantInnen aus, zudem destabilisieren sie die Gesellschaften der Transit- und Herkunftsländer. Mehr lesen

15. Dezember 2013 | Grüne Revolution vs. Ernährungssouveränität

In Burkina Fasos Landwirtschaft konkurrieren gegensätzliche Ansätze miteinander: Unter der Präsidentschaft von Thomas Sankara (1983-1987) machte Burkina Faso als ein Land von sich reden, das auf Nahrungsmittelimporte weitgehend verzichten wollte. Sankara investierte in die kleinbäuerliche Landwirtschaft und machte das Land innerhalb von vier Jahren quasi unabhängig von Nahrungsmittelimporten. Wie aber steht es heute um die Entwicklung der Landwirtschaft in Burkina Faso, 26 Jahre nach Sankaras Ermordung? Aktueller Artikel in der Monatszeitung ak – analyse & kritik

04. Dezember 2013 | Proteste nach Tod von Migranten in Tanger

Angesichts der massiven Repression gegen MigrantInnen aus Subsahara-Afrika ist es in Tan­ger (Marokko) am Abend des 4. De­zember zu einer spon­ta­nen Demo von hun­der­ten Mi­gran­tIn­nen ge­kom­men. Aus­lö­ser war der Tod eines Man­nes aus Ka­me­run, der nach einer Polizeiraz­zia mit schwe­ren Kopf­ver­let­zun­gen auf­ge­fun­den wurde. Be­reits vor einem Monat war Mous­sa Seck, ein jun­ger Mann aus Se­ne­gal, eben­falls bei einer Razzia ums Leben gekommen. Ein Videoclip sowie weitere Berichte zur aktuellen Situation in Marokko finden sich auf der Webseite von No Borders Morocco

29. November 2013 | Über 200 Tote wegen verweigerter Hilfe (Presseerklärung)

Über 200 Bootsflüchtlinge sterben, weil die rechtzeitige Rettung verweigert wurde – Italienische Küstenwache sendet Notruf weiter an Malta und bleibt tatenlos! Acht Tage nach der Lampedusa-Tragödie vom 3. Oktober 2013: Admiral der Italienischen Küstenwache rechtfertigt sich mit Verweis auf die Zuständigkeit von Malta; aktuelle Recherchen von Watch the med und Fabrizio Gatti dokumentieren die verweigerte Seenotrettung am 11.Oktober 2013. Vollständige Presseerklärung

23. November 2013 | Aufruf: Gegen Gewalt gegen Frauen, keine Lager für Frauen!

Women in Exile and Friends haben den “Aufruf zu einem Schritt gegen Gewalt gegen Frauen: Keine Lager für Frauen!” initiiert, der von vielen Organisationen als Erstunterzeichner_innen unterstützt wird – auch von Afrique-Europe-Interact. Gefordert wird die Abschaffung der Lager für Flüchtlinge und insbesondere die Unterbringung von asylsuchenden Frauen in Wohnungen. Am 25.11.2013, dem internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen, wird der Apell und die Liste der Unterzeichner/innen dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend anlässlich einer einer Kundgebung vor dem Ministerium übergeben. Mehr

22. November 2013 | Adventsamstagdemos in Hamburg

Am 27.11.2013 wird die letzte Mittwochsdemo unter dem Motto “Lampedusa in Hamburg – We are here to stay!” stattfinden. Stattdessen ruft die Gruppe “Lampedusa in Hamburg” an allen vier Advents-Samstagen zu Demonstrationen durch die Innenstadt auf: 30.11 | 07.12. | 14.12. | 21.12., immer um 12 Uhr am Protestzelt (Steindamm 2, Hamburg-HBF). Zudem hat Lampedusa Hamburg in mehreren Stellungnahmen darauf hingewiesen, dass sie – anders als in manchen Medien berichtet – das so genannte Angebot des Hamburger Senats nicht angenommen hat. Mehr Infos auf ihrer Webseite

12. November 2013 | Neues Brandgutachten bestätigt Mordverdacht

Ein neues Brandgutachten aus Irland zeigt, dass die Behauptung, Oury Jalloh habe sich selbst angezündet, nicht weiter haltbar ist (erkannbar auch an einem neuen, emotional schockierenden Videoclip der Initiative, das die Unterschiede zwischen einer Verbrennung mit und ohne Brandbeschleuniger deutlich macht). Bei einer Pressekonferenz am 12. November wurde das neue Gutachten unter großer Beteiligung deuscher und internationalen Medien der Öffentlichkeit vorgestellt – der Vertreter der Dessauer Staatsanwaltschaft hat im Anschluss neue Ermittlungen angekündigt. Berichte von der Pressekonferenz sowie das vollständige Brandgutachten sind auf der der Webseite der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh dokumentiert.

03. November 2013 | Lampedusa-Gedenken in Afrika

Nur wenige haben es in Europa mitbekommen, um so nachdrücklicher sei darauf hingewiesen: Für alle Länder der afrikanischen Union wurde der 3. November 2013 zum Trauertag in Gedenken an die Toten von Lampedusa erklärt. Bereits am Freitag, dem 1. November, fanden in verschiedenen afrikanischen Hauptstädten Trauergottesdienste und Gedenkfeiern statt, auch die an Afrique-Europe-Interact beteiligte Assoziation der Abgeschobenen Malis/AME war am 3. November aktiv – zusammen mit der malischen Sektion von Afrique-Europe-Interact. Mehr lesen

24. Oktober 2013 | Fax-Kampagne & Kundgebung für Salomon Wantchoucou

Salomon Wantchoucou – Aktivist u.a. von The Voice Refugee Forum – floh aus der Republik Benin und ist seither in Deutschland politisch aktiv, nicht zuletzt gegen die systematische Diskriminierung von Flüchtlingen in Sachsen-Anhalt. Mittlerweile verschlechtert sich jedoch seine Gesundheitheit zunehmend, denn zwölf Jahre als geduldeter Flüchtling mit posttraumatischer Belastungsstörung sind zu viel. Mehr Informationen zur Faxkampagne und zur Kundgebung in Nürnberg (28.11.) auf der Karawane-Webseite

10. Oktober 2013 | EU-Asylpolitik im eisernen Griff deutscher Interessenpolitik

Mit Blick auf die aktuellen Debatten um die Flüchtlingspolitik der EU analysiert die Internetplattform german-foreign-policy-com in einem am 10. Oktober veröffentlichten Artikel, weshalb Deutschland bis heute als eiserner Verfechter des derzeitigen europäischen Asylregimes agiert und dabei tausende Tote (achselzuckend) in Kauf nimmt. Mehr lesen

07. Oktober 2013 | Appell zur Öffnung eines humanitären Korridors

Als Reaktion auf die jüngste Tragödie vor Lampedusa haben italienische Menschenrechts-organisationen einen “Appell zur Öffnung eines humanitären Korridors für ein europäisches Asylrecht” veröffentlicht, der sich an “die Minister und Parlamente in Europa, an die europäischen Institutionen, an die internationalen Organisationen” wendet. Der mittlerweile tausendfach unterstützte Aufruf kann (inklusive eines kurzen Kommentars) auf der Webseite von FFM-onlie: Flucht und Migration nachgelesen und unterschrieben werden.

04. Oktober 2013 | Schiffskatastrophe vor Lampedusa

Angesichts der jüngsten, maßgeblich von der europäischen Abschottungspolitik verantworteten Schiffskatastrophe vor Lampedusa mit etwa 300 toten Bootsflüchtlingen hat die taz ein Interview mit Lorenzo Pezzani von Watch the Med geführt – einem Projekt, das die Wege von Flüchtlingsbooten (so gut wie möglich) dokumentiert, um ggf. Hilfe rufen oder Unglücke rekonstruieren zu können. Das Interview kann hier nachgelesen werden.

23. September 2013 | Prozess gegen Mbolo Yufanyi wegen Botschaftsbesetzung

Am 26. September wird gegen den Aktivisten Mbolo Yufanyi Movuh in Berlin das Verfahren eröffnet, weil er am 15.10.2012 in Berlin bei den Protesten gegen die Zusammenarbeit der nigerianischen Botschaft mit dem deutschen Staat bei der Abschiebung von Flüchtlingen teilgenommen hat. Mehr Informationen (inklusive Video) finden sich hier

20. September 2013 | Repression & Gewalt gegen Oury Jalloh-Initiative

Trotz zweier Prozesse ist der grausame Feuertod des Asylbewerbers Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle am 07.01.2005 bis heute nicht aufgeklärt. Um so schockierender ist es, dass sich AktivistInnen der Initiative in Erinnerung an Oury Jalloh in jüngster Zeit wieder zahlreichen Angriffen ausgesetzt sahen: Am 02.09. wurde die Scheibe des Internetcafes von Mouctar Bah – dem Gründer der Initiative – zum wiederholten Male eingeschlagen. Am 05.09.musste sich eine Aktivistin wegen vermeintlicher Beleidigung von PolizistInnen (“Mörder”) vor Gericht verantworten. Am 14.05.hat Mouctar Bah zweimal telefonische Morddrohungen erhalten. Mehr Infos hier.

1. September 2013 | Wieder Toter in Flüchtlingslager in Sachsen-Anhalt

Wie erst vor ei­ni­gen Tagen be­kannt wurde, nahm sich be­reits An­fang Au­gust ein Be­woh­ner des Flüchtlings­la­ger Harb­ke (Land­kreis Börde, Sach­sen-An­halt) ge­walt­sam das Leben. Bei dem Ver­stor­be­nen han­delt es sich um einen Mann aus In­di­en, der ohne An­ge­hö­ri­ge im Lager lebte. Mehr Infos

15. August 2013 | Refugee-Tribunal in Berlin

„Vereint gegen koloniales Unrecht“ – so lautete das programmatische Motto eines internationalen Flüchtlingstribunals gegen die Bundesrepublik Deutschland im Juni 2013 in Berlin. Sämtliche Beiträge der viertägigen Veranstaltung auf dem Mariannenplatz in Kreuzberg sind mittlerweile auf youtube abrufbar. Verwiesen sei in diesem Zusammenhang auch auf den u.a. von Afrique-Europe-Interact mitorganisierten Block am Nachmittag des ersten Tages (Part V). Videos gucken

06. August 2013 | Erneuter Versuch, Flüchtlinge nach Libyen zurückzudrängen

In der Nacht vom 4. auf den 5. August hat der unter liberianischer Flagge fahrende Tanker “M/T Salamis“ 102 Migranten 46 Seemeilen vor der libyschen Küste aus einem sinkenden Schlauchboot gerettet. Die Flüchtlinge waren in Richtung Europa, die „Salamis“ Richtung Malta unterwegs. Doch Malta lässt ihn nicht in den Hafen Einlaufen. Mehr lesen

15. Juli 2013 | Aufruf zu Flüchtlingsdemo in Bitterfeld (01.08.)

Wir Flüchtlinge im Landkreis Bitterfeld werden gezwungen in isolierten Lagern zu wohnen, die mitten im Wald, fernab von Einkaufmöglichkeiten, Ärzten und sonstigen Orten gesellschaftlichen Lebens liegen. Die Situation in den Lagern ist sehr schlecht. Die Zimmer sind klein und überbelegt. Die Küchengeräte, Toiletten und Bäder sind kaputt oder zu wenige. Die Heimleiter der Lager im Landkreis Bitterfeld kontrollieren und bedrohen uns. Sie missachten unsere Privatsphäre. Mehr Lesen

27. Juni 2013 | Aufruf zu Protestbriefen an malische Botschaften

Am 8., 13. und 17. Juni sind in der malischen Hauptstadt Bamako und in Koutiala im Süden Malis 38 Personen festgenommen worden, von denen bis heute mindestens 16 in Haft sitzen. Sie sollen sich an Demonstrationen beteiligt und somit gegen das Demonstrationsverbot des seit Beginn der französischen Militärintervention Mitte Januar immer wieder verlängerten Ausnahmezustandes verstoßen haben. Anlass der Demonstrationen waren die Verhandlungen zwischen der malischen Regierung und der Tuareg-Rebellenorganisation MNLA. Mehr Infos & Musterbrief

13. Juni 2013 | Video-Interviews mit Abgeschobenen nach Togo und Nigeria

Anlässlich eines Tribunals gegen die Bundesrepublik Deutschland ist Hans-Georg-Eberl von Afrique-Europe-Interact zusammen mit der Filmemacherin Aylin Basaran im Mai nach Togo und Nigeria gereist, um Zeugenaussagen von Menschen zu dokumentieren, die aus Deutschland und Österreich abgeschoben bzw. zur sog. freiwilligen Ausreise gedrängt wurden. In den Interviews berichten die Abgeschobenen von den Hintergründen ihrer Flucht, von ihren Erfahrungen in Europa sowie darüber, wie es ihnen während und nach ihrer Abschiebung ergangen ist. Videos angucken

04. Juni 2013 | FlüchtlingsaktivistInnen zur Umkehr gezwungen (Videoclip)

Wie schon vergangenes Jahr wurden am 30. Mai 5 Busse aus Berlin auf ihren Weg zu den Blockupy-Protesten in Frankfurt von der Polizei gestoppt, darunter auch ein Bus mit AktivistInnen vom Flüchtlingscamp auf dem Oranienplatz. Da seitens der Polizei gedroht wurde, Verstöße gegen die so genannte Residenzpflicht zu ahnden, entschied sich ein Teil der Flüchtlinge, wieder nach Berlin zurückzufahren. Aus diesem Kreis ist mittlerweile ein 11 minütiger Videoclip mit einer in Frankfurt nicht gehaltenen Rede zu den Hintergründen von Flucht und Migration, aber auch zur systematischen Entrechtung von Flüchtlingen in Deutschland entstanden Den Clip hier angucken

02. Juni 2013 | Keine Einstellung des Bremer Brechmittelprozesses

Am 7. Januar 2005 starb in Bremen Laye-Alama Condé aus Sierra Leone an den Folgen der zwangsweisen Vergabe von Brechmitteln. Zweimal hob der Bundesgerichtshof den Freispruch durch das Landgericht gegen den behandelnden Arzt auf. Jetzt soll im dritten Anlauf der Prozess nach § 153a der Strafprozess-Ordnung eingestellt werden. Öffentliche Protesterklärung und weitere Infos

31. Mai 2013 | Videoclip zu Belagerung der EZB und zu den anschließenden Aktionen

Am ersten Tag der Blockupy-Proteste wurde nicht nur die Europäische Zentralbank (EZB blockiert. Vielmehr haben im Anschluss verschiedene Aktionen im gesamten Stadtgebiet stattgefunden – unter anderem eine von Afrique-Europe-Interact mitorganisierte Kundgebung vor der Deutschen Bank, bei der einmal mehr die Spekulation mit Lebensmitteln kritisiert wurde Videoclip über den gesamten Tag hier gucken

27. Mai 2013 | Falea darf nicht sterben – Infos & Unterschriftenaktion

Das afrikanische Dorf FALEA befindet sich im Grenzgebiet Malis zu Guinea und Senegal. Im Jahre 2007 schloss aber die Firma Delta Exploration, heute Rockgate Capital Corp, mit der Regierung Malis einen Vertrag über den Abbau von Uran, Bauxit und Kupfer in dieser Region ab. Die Vertragklauseln wurden stillschweigend vereinbart. Seitdem kämpfen BewohnerInnen in Falea mit Unterstützung verschiedener Netzwerke gegen den geplanten Uranabbau im Süden Malis. Mehr Infos

27. Mai 2013 | Aufruf zu Solidarität und finanzieller Unterstützung

Seit dem 25. April ist die Refugees Liberation Bus Tour in Süddeutschland unterwegs. Hintergrund der Liberation Bus Tour ist die alltägliche Ausgrenzung und der Rassismus gegen geflüchtete und migrierte Personen. Bewusst steuert die Liberation Tour die Zentren der Ausgrenzung – die Sammelunterkünfte – in Baden-Württemberg und Bayern an, in denen hunderte Menschen, oft jahrelang, unter diskriminierenden Bedingungen leben müssen. Mehr lesen

13. Mai 2013 | Die Proteste aus den Lagern sind legitim und werden weitergeführt!

Erklärung der KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen zur Polizeirepressionen gegen die Refugee Liberation Bustour in Baden Württemberg: Der deutsche Staat verfügt über ein großes Repertoire der Isolation und Einschüchterung für Flüchtlinge in Deutschland. Das Alphabet der deutschen Flüchtlingspolitik fängt mit Abschiebung an und endet mit Zurückweisung. Mehr lesen

10. Mai 2013 | Schriftliches Urteil zu Feuertod von Oury Jalloh

Die gerichtliche Auseinandersetzung um den Tod von Oury Jalloh geht in die dritte Runde. Knapp fünf Monate nach Ende des zweiten Strafprozesses zum Feuertod des Flüchtlings in einer Dessauer Polizeizelle im Januar 2005 liegt jetzt das schriftliche Urteil vor. Der 260 Seiten umfassende Schuldspruch gegenüber dem angeklagten Polizisten sei am Mittwoch eingegangen, bestätigte Nebenklageanwältin Gabriele Heinecke, die die Familie des Toten vertritt, am Donnerstag gegenüber jW. Mehr lesen

01. Mai 2013 | African refugees from Lampedusa in Berlin

We are the Refugees coming from Italy with international protection but no rights. We survived the NATO bombings and the civil war in Libya, to be homeless in Italy. Thousands of us are now in Germany in the same conditions: no housing, no access to social help, no access to the job market. We demand a political solution: “We are here and we don't go back!”. We want the right to make a living here in Germany. Video-Interview with Ousmane Cissé

30. April 2013 | Lager in Friedersdorf (Sachsen-Anhalt) blockiert

Am Dienstagmorgen haben knapp 150 Bewohner die Zufahrt zur Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in Friedersdorf im Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit Baumstämmen blockiert, um damit gegen die Lebensumstände und rassistische Äußerungen der Heimleitung zu protestieren. Zudem wurde über die gesamte Straßenbreite ein Transparent mit dem Slogan gespannt: „Freiheit ist ein Recht für alle Menschen. Isolation macht unsere Köpfe kaputt. Kein Mensch ist illegal.“ Mehr lesen

18. April 2013 | Erntehelfer in Griechenland beschossen

Angriff der Erdbeer-Mafia: In der griechischen Kleinstadt Manolada wurden Erdbeerpflücker aus Bangladesch beschossen. Sie hatten dagegen demonstriert, dass ihnen seit 6 Monaten kein Lohn gezahlt wurde. Mehr lesen

17. April 2013 | Aktion zu Landraub & Lebensmittelspekulation

Anlässlich des weltweiten Aktionstags von Via Campesina haben rund 25 AktivistInnen auf Initiative von Afrique-Europe-Interct am 17. April einen kurzen Flashmob in der Deutsche Bank am Domshof in Bremen durchgeführt. Mit der Aktion sollte an die ebenfalls von Afrique-Europe-Interact initiierte 24-stündige Belagerung der Deutschen Bank am 17. April 2012 angeschlossen werden. Wie damals ging es auch dieses Jahr um den Umstand, dass die Deutsche Bank nicht nur mit Lebensmitteln spekuliert und dadurch die Preise für Grundnahrungsmittel insbesondere in den Ländern des Südens nach oben treibt, sondern auch zu den größten Investoren im internationalen Geschäft mit riesigen Wald-, Weide- Ackerflächen” gehört (“Landgrabbing”). Mehr lesen

06. April 2013 | Weltsozialforum in Tunis: Ein chronologisch-inhaltlicher Bericht

Bernard Schmid aus Paris hat das Weltsozialforum in Tunis (26.-30. März) umfassend dokumentiert. Besonders empfohlen sei Teil II seines Gesamtberichtes, in dem er sich unter anderem mit den Protesten von Flüchtlingen aus Choucha beschäfigt. Zudem hat Bernard Schmid auch eine Fotostrecke erstellt. Sie kann hier angeguckt werden.

01. April 2013 | lostatborder - Die an der Grenze verloren gingen (Broschüre von Welcome to Europe)

Das Überwinden der Grenze nach Griechenland und von Griechenland in andere europäische Länder ist nur einer von vielen gefährlichen Schritten für Migrant_innen auf dem Fluchtweg Richtung Europa. Lostatborder erzählt einige wenige traurige Geschichten von unzähligen, von denen wir viele wahrscheinlich nie hören werden. Broschüre zum Download als PDF

01. April 2013 | Faxkampagne: Faxkampagne Offener Brief der Frauen aus dem Isolationslager Breitenworbis

Im Folgenden dokumentieren wir den offenen Brief der Flüchtlingsfrauen aus dem Isolationslager Breitenworbis. Wir bitten Sie die heute, am 1. April 2013, gestartete Faxkampagne zu unterstützen und diese zu verbreiten. Sie können auch Ihre / Eure Solidarität öffentlich zu bekennen. Musterfax als PDF zum Runterladen

27. März 2013 | Anhalt-Bitterfeld: Rassistische Polizeikontrollen

Am 06.01.2013, fängt die Bundespolizei zwischen 12 und 13 Uhr im Bahnhof Bitterfeld drei Flüchtlinge ab, um eine sogenannte Identitätskontrolle durchzuführen. Die Flüchtlinge sollen ihre Dokumente vorzeigen. Alle drei werden bäuchlings auf den Boden gezwungen, ohne die Dokumente vorgezeigt zu haben. Sie werden mit einem Fotoapparat terrorisiert und gedemütigt- grundlos und vor den anderen Leuten. „Das ist, was wir eine rassistische Kontrolle nennen. Wenn diese nicht aufgrund der Hautfarbe geschah, warum sonst?“ Weiter lesen

27 März 2013 | Dialogforum: Mali in der Zwischenzeit – nach der Militärintervention, vor den Wahlen

Am Mittwoch, 17. April 2013 um 18 Uhr laden AfricAvenir, die Zeitschrift PROKLA und das Afrika-Referat der Rosa-Luxemburg-Stiftung zum Dialogforum mit Aminata Traoré, Oumar Mariko und Many Camara ein zum Thema: “Mali in der Zwischenzeit – nach der Militärintervention, vor den Wahlen”. Die Veranstaltung findet in der Rosa-Luxemburg-Stiftung (1. Etage) in Deutsch und Französisch statt; es wird simultan übersetzt. Mehr lesen

03. März 2013 | Victor Nzuzi unter fadenscheinigen Gründen im Kongo festgenommen

Victor Nzuzi ist seit vielen Jahren in verschiedenen politischen Bereichen aktiv: Kleinbauern- und Landloseninitiativen wie La Via Campesina, in der Initiative gegen die Verschuldungskrise, CADTM, und im Netzwerk für globale Bewegungsfreiheit und gerechte Entwicklung, Afrique-Europe-Interact. Aktuell ist er im Kongo mit regelmäßigen Fernseh- und Radiosendungen aktiv, in der er Themen wie Landgrabbing, Korruption, u.v.m. anspricht. Weiter lesen

03.März 2013 | Aktivist vom Flüchtlingsmarsch akut von Abschiebung bedroht

Der Flüchtlings-Aktivist Patras Bwansi aus Uganda (auch bekannt als Patrick) lebt seit Oktober 2012 im Protest Camp am Oranienplatz in Berlin. Sein Asylantrag wurde im März 2012 abgelehnt. Am 21.02.2013 wurde ihm persönlich sein Abschiebungsbescheid mit sofortiger Vollziehbarkeit ausgehändigt. Nun ist er unmittelbar von der Inhaftierung und darauf folgender Abschiebung bedroht. Patras Bwansi hat sich entschieden, an die Öffentlichkeit zu gehen und gegen die angedrohte Abschiebung zu kämpfen. Mehr Infos & Solidarität

03. März 2013 | Neue Etappe des Flüchtlingsprotests in Wien

Flüchtlinge verlassen nach 2 Monaten Besetzung Votivkirche: Die Übersiedlung des Refugeecamps Vienna in das ehemalige Servitenkloster stellt eine neue Etappe des Flüchtlingsprotests dar. Mit dem Kloster, für das die Flüchtlinge von Kardinal Schönborn das Gastrecht erhielten, wurde ein neuer, offener und sicherer Ort für protestierenden Flüchtlinge gefunden. Mehr Infos hier

23. Februar 2013 | Gedenkmarsch in Berlin

Das Komitee für ein afrikanisches Denkmal in Berlin (KADIB) veranstaltet am 23.2.2013 den 7. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer von Sklavenhandel, Sklaverei, Kolonialismus und rassistischer Gewalt in Berlin. Den gesamten Aufruf lesen

05. Februar 2013 | Report zur Situation von Flüchtlingen in Italien

“Vai Via!” lautet der Titel des Berichts zur Situation der Flüchtlinge in Italien. Vai Via bedeutet soviel wie “Verschwinde!”, und viele Flüchtlinge benutzen den Begriff um zu beschreiben, welche Erfahrung sie in Italien gemacht haben. Der Bericht ist Ergebnis einer rund einjährigen Recherche in den italienischen Städten Mailand und Florenz. Den Bericht als pdf runterladen

20. Januar 2013 | Deutsche Bank spekuliert weiterhin mit Lebensmitteln (Video)

Am 17.04. 2012 hat Afrique-Europe-Interact in Bremen die Deutsche Bank unter dem Motto „Neokolonialen Landraub und Nahrungsmittelspekulation stoppen. Für Ernährungssouveränität und ein gutes Leben für alle! 24 Stunden lang belagert. Am 20.01.2013 hat die Deutsche Bank nun bekannt gegeben, doch nicht aus der Lebensmittelspekulation aussteigen zu wollen. Verwiesen sei daher auf das vom Zentrum für politische Schönheit produzierte Videoclip „Schuld. Die Barberei Europas“, das insbsondere die Deutschen Bank unter die Lupe nimmt. Hier gucken

17. Januar 2013 | Vom Wüstenlager Choucha nach Berlin

Emanuel Sebatutsi Gatoni saß nach dem Libyenkrieg mit Tausenden AfrikanerInnen im berüchtigten Wüstenlager Choucha an der libysch-tunesischen Grenze fest. Nun ist er über ein UN-Resettlement-Programm direkt nach Deutschland gekommen, wie Christian Jakob für die taz berichtet. Mehr lesen

12. Januar 2013 | Guardia Civil überfährt Flüchtlingsboot

Am 13.12.2012 hat ein Patrouillenschiff der Guardia Civil ein marokkanisches Flüchtlingsboot 1 km vor Lanzarote bei glatter See überfahren. Durch den Aufprall starben sofort 3 Passagiere. 5 Weitere konnten nicht gerettet werden, weil die Guardia Civil nicht das Rettungsschlauchboot aussetzte.Die Überlebenden kamen in das Abschiebelager Barranco Seco auf Gran Canaria. Sie fordern einen Prozess gegen die Guardia Civil, eine Entschädigung der Angehörigen der Toten und ihre Legalisierung. Allerdings ist die Abschiebung aller angekündigt. Mehr Informationen

01. Januar 2013 | Solidaritätssong von Tiken Jah Fakoly für Mali (Video)

Der ivorische Reggae-Star Tiken Jah Fakoly hat zu Jahresbeginn ein Videoclip veröffentlicht zur Unterstützung Malis in “der Zerreißprobe” gegen die Dschihadisten in Verbindung mit Al-Qaïda, die seinen nördlichen Teil seit neun Monaten besetzen. Die Single mit dem Titel “An ka wili” (Mobilisierung und Galvanisierung auf Bambara, einer der am weitesten verbreiteten Sprachen in Mali), wurde am Montag in Bamako veröffentlicht und am Dienstag kostenlos im Land verteilt. Hier hören

28. Dezember 2012 | Brutale Räumung des Refugeecamps in Wien (Video)

Am 28. Dezember haben rund 200 Polizist_innen um 4 Uhr früh in Wien das Ende November nach einem Protestmarsch entstandene Flüchtlingscamp im Sigmund-Freud-Park umstellt und nach einer Ankündigungsfrist von gerade mal 5 Minuten brutal geräumt. Ein Video von der Räumung sowie viele weitere Berichte und Solidaritätserklärungen finden sich auf der Webseite des Flüchtlingscamps – darunter auch das von Afrique-Europe-Interact mitgetragene „International Statement of Solidarity“. Zur Webseite des Camps

19. Dezember 2012 | Videoclip zur Migration durch die Sahara

Die Initiative AEC (Alternatives Espaces Citoyens) hat während eines Aufenthalts in der Wüste Ténéré (Nord-Niger, Grenzregion zu Libyen und Algerien) Interviews mit MigrantInnen geführt. Der kurze Videoclip vermittelt extrem beklemmende Eindrücke davon, was Migration durch die Sahara konkret bedeutet. In Ténéré kreuzen sich die Wege der aus Libyen Abgeschobenen oder Geflüchteten und derjenigen, die auf dem Weg nach Libyen sind. Hier gucken

13. Dezember 2012 | Stellungnahme Oury Jalloh

Am 13. Dezember wurde in Magdeburg ein Polizist im Falle des in einer Polizeizelle in Dessau am 7. Januar 2005 verbrannten Asylbewerbers Oury Jalloh zu 120 Tagessätzen à 90 Euro wegen fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. Das Urteil ist ein Skandal: Nicht weil es zu niedrig wäre, sondern weil es weiterhin von der mehrfach widerlegten Selbstmordthese ausgeht, wie die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V. in einer kurz vor Prozessende veröffentlichte Stellungnahme erläutert. Mehr lesen

03. Dezember 2012 | Choucha - Kämpfe in der tunesischen Wüste

In der Zeitschrift “Hinterland” Nr. 21 (03.12.2012) schreibt Marvin Lüdemann ausführlich zum Lager Choucha in Tunesien. Er verbindet seine Reportage mit einer Analyse des EU-Grenz- und Lagerregimes angesichts der Arabellion. Mehr lesen

01. Dezember 2012 | Soli-CD von Makombe

Der Musiker und Videoaktivist Makombe, der als Flüchtling aus Kamerun nach Deutschland gekommen und ebenfalls bei Afrique-Europe-Interact dabei ist, hat im Dezember 2012 eine Soli-CD herausgebracht. Erzählt wird von antirassistischen und antikolonialen Kämpfen hier genauso wie in Afrika. Die CD kann bei nolagerbremen@yahoo.de oder über die Webseite von Makombe bestellt werden. Mehr Hören & Lesen

2. Oktober 2012 | Kämpfe gegen Landgrabbing in Mali (Video)

Das Office du Niger in Mali zählt zu einer der am stärksten von Landgrabbing betroffenen Regionen weltweit. Afrique-Europe-Interact hat deshalb begonnen, Kontakte zu zwei Dörfern im Office du Niger aufzubauen. Hierzu passt, dass das weltweite Kleinbauern und -bäuerinnen-Netzwerk Via Campesina jüngst ein 8-minütiges Videoclip zu Kämpfen gegen Landgrabbing in Mali veröffentlicht hat (englisch und französisch). Hier gucken