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Angst zwischen hohen Gräsern

Erschienen in: WOZ – die Wochenzeitung, 23.01.2014

Die Journalistin Charlotte Wiedemann ist Ende 2013 in Falea gewesen. In ihrem äußerst interessanten Beitrag für die Schweizer Wochenzeitung WOZ setzt sie sich mit der Frage auseinander, “wie eine traditionelle Gemeinschaft mit spärlicher Information, innerer Zerstrittenheit und ungewissen Aussichten umgeht?” Artikel von Charlotte Wiedemann

Albtraum Uranabbau. Wachsender Widerstand gegen drohenden Uranabbau in Mali

Erschienen in der 4-seitigen taz-Beilage von Afrique-Europe-Interact im November 2013

Die Wahrheit kam nur scheibchenweise ans Licht: Bereits 1970 hat der französische Atomkonzern Areva – damals noch Cogema – in der Region Falea im äußersten Südwesten Malis Uran-, Kupfer- und Bauxitvorkommen entdeckt. Im Jahre 2007 erhielt die kanadische Firma „Delta Exploration“ von der malischen Regierung eine Konzession für den Abbau dieser Rohstoffe – ein Recht, das sie kurz darauf an die ebenfalls in Kanada registrierte Firma „Rockgate Capital“ weiterverkaufte. Betroffen sind 21 Dörfer auf einem Hochplateau mit reichhaltigen Wasserressourcen und einzigartiger Biodiversität im Grenzgebiet zu Guinea und Senegal.

Uranabbau in Mali: Drei Video-Interviews mit Many Camara (Mali)

April/August 2013

Many Camara ist Mitbegründer des malischen Vereins ARACF (Verein der Ehemaligen und Freunde der Gemeinde Falea und Soziologieprofessor an der Universität in Bamako). ARACF, ein Partner der Rosa-Luxemburg-Stiftung, engagiert sich gegen den unkontrollierten Uranabbau in der Gemeinde Falea im Südwesten Malis.

MALI: Das Falea-Projekt

Im Dezember 2008 habe ich langjährige Freunde aus Mali getroffen, Many Camara und Nouhoum Keita. Many ist Soziologe (Universitätsprofessor in Bamako) und Nouhoum Journalist bei Radio Kayira, eine freie Senderkette, die «Stimme der Stimmlosen». Beide stammen aus Falea in Mali. Der französische Atomkonzern Cogema (heute AREVA) hat in Falea vor Jahren Uran-, Kupfer- und Bauxit-Vorkommen entdeckt. Im Jahre 2007 hat die malische Regierung mit der Firma Delta Explorations Inc. einen Geheimvertrag über den Abbau dieser Rohstoffe abgeschlossen. Inzwischen soll diese Aktivität an eine kanadische Firma, die Rockgate Capital Corp. abgetreten worden sein.

Die ökologische Katastrophe des Uranabbaus im Niger

Unser Erbe ist anhaltende Umweltzerstörung

VON IZINDABA

50.000 Menschen haben im Wendland gegen die Castortransporte demonstriert. Aufgrund der von der Bundesregierung verabschiedeten AKW-Laufzeitverlängerung fiel der Protest massiver und breiter aus als in früheren Jahren. Was bei der Mobilisierung jedoch ein wenig verwundert, ist der fast ausschließliche Blick auf die Bedrohung hier. Schätzungen gehen davon aus, dass 23 Prozent des in deutschen Atomkraftwerken verbrauchten Urans aus dem nördlichen Niger kommen.1 Seine Förderung in der zentralen Sahara steht für eine ökologische Katastrophe mit unabsehbaren langfristigen Folgen für die in der Region lebenden Menschen. Der französische Atomriese Areva (u.a. Hauptsponsor des 1. FC Nürnberg) betreibt dort die Ausbeutung des nuklearen Brennstoffes. Areva ist auch Eigentümer der Wiederaufbereitungsanlage in La Hague, von wo am 4. November die Castorbehälter mit hoch radioaktivem Atommüll nach Gorleben geschickt wurden.