Emmanuel Mbolela, Mein Weg vom Kongo nach Europa. Zwischen Widerstand, Flucht und Exil

Nahezu täglich finden sich Berichte von den Kämpfen um Bewegungsfreiheit an den südlichen und östlichen Außengrenzen der EU in den Medien. Um so mehr freuen wir uns, dass im Mai nach langer Vorarbeit das Buch unseres Freundes und Mitstreiters Emmanuel Mbolela erschienen ist:

Mein Weg vom Kongo nach Europa. Zwischen Widerstand, Flucht und Exil. Mandelbaum Verlag 2014, 196 Seiten, 19.90 Euro (mit einem Vorworf von Jean Ziegler)

Denn Emmanuel Mbolela spannt in seinem Buch einen weiten Bogen: Von seiner politischen Arbeit im Kongo seit den frühen 1990er Jahren (damals noch unter Langzeitdiktator Joseph-Desiré Mobutu) über

Vorwort von Jean Ziegler zum Buch

Der bekannte Publizist und ehemalige UN-Sondergesandte für das Recht auf Nahrung Jean Ziegler hat für das Buch das Vorwort verfasst, in dem er schildert, warum er das Buch «Mein Weg vom Kongo nach Europa, Zwischen Widerstand, Flucht und Exil» (1) von Emmanuel Mbolela in der heutigen Zeit so wichtig und lesenswert findet.

Es war ein sonniger Nachmittag im Jahr 2000, als ich mit dem Flüchtlingspfarrer Cornelius Koch (2) in einem kleinen Café am Ufer der breit dahin fließenden, im Sonnenlicht flimmernden Rhone saß (…) und wir über die zynische Kaltblütigkeit der Hüter der Festung Europa redeten, ihre kriminellen Abweisungs-Strategien an den Außengrenzen sowie über die Hunderten von Kindern, Männern und Frauen, die all monatlich im Mittelmeer ertranken. Plötzlich sagte Cornelius: «Für Tausende heute ist Flucht Notwehr.» Notwehr – das gilt in fast paradigmatischer Weise für Emmanuel Mbolela und viele Tausende andere Menschen aus Zentralafrika und anderen Weltgegenden, die mittels Flucht in die Festung Europa ihr Leben zu retten versuchen.