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Kongo - Europas Verantwortung

Mehrere AktivistInnen aus dem Netzwerk Afrique-Europe-Interact (AEI) stammen aus der „Demokratischen Republik Kongo“. Sie mussten das Land aufgrund politischer Verfolgung oder im Zuge der Kongo-Kriege verlassen, die seit 1996 mindestens 6 Millionen Menschen das Leben gekostet haben. AEI beschäftigt sich daher regelmäßig mit der historischen und gegenwärtigen Verantwortung Europas für die dramatische Situation im Kongo:

  • Konferenz: Auf Inititative von AEI soll Anfang 2015 in den Niederlanden eine Konferenz unter dem Titel „Ein Kongo ohne Waffen ist möglich“ stattfinden. Ziel ist es, BewegungsaktivistInnen aus dem Kongo mit solchen aus dem Exil zusammenzubringen.
  • Repression: Kritiker der korrupten Oligarchie und der Machenschaften transnationaler Konzerne wie der ebenfalls bei AEI aktive Journalist und Bauer Victor Nzuzi Mbembe leben unter permanenter Bedrohung. Gegenwärtig droht ihm eine Gefängnisstrafe von bis zu 15 Jahren, internationale Solidarität ist erforderlich (mehr Informationen hier
  • Koloniale Schuld: Das Kongobecken gilt seit der Aufteilung Afrikas auf der Berliner „Kongo-Konferenz“ vor 129 Jahren als begehrteste Beute im Kampf um Afrikas Ressourcen. Der senegalesische Künstler Mansour Ciss Kanakassy hat daher das „Laboratoire Déberlinisation“ entwickelt. Wie Victor Nzuzi glaubt er, dass eine Lösung der heutigen Konflikte in Afrika und im Kongo nur über die Revision der Kolonialgrenzen und eine Anerkennung der historischen Schuld der Kolonialmächte führt. Mehr in folgenden Videos
  • Veröffentlichung: Im Mai 2014 wird von dem AEI-Aktivisten Emmanuel Mbolela ein Buch über seine Flucht aus dem Kongo erscheinen.